Diagnose Blogger

Beim Blog-betreiben steht man ja immer vor der Frage, was passt in meinem Blog und interessiert das außer mir noch irgendwen? Das herauszufinden ist wohl die grĂ¶ĂŸte Herausforderung. Einfach schon aus dem Grund, da es Millionen von Bloggern gibt. Wie mache ich da auf mich aufmerksam? Ganz fĂŒr sich allein zu schreiben, ist Anspruch der Wenigsten. Viele wirklich gute Blogger (meiner Meinung nach) haben kaum Follower. Diese wĂ€hlte ich Prinzipiell aus, um sie fĂŒr einen Award vorzuschlagen. Leider haben diese keinen guten Ruf und viele lehnen ihn deshalb ab. Nach dem Motto den bekommt ja jeder. Ist dem so? Kann man annehmen. Was ich selbst an diesen Awards nicht gut finde, sind diese Inflation mĂ€ĂŸige Nominierungen, die in den Regeln gefordert werden. Davon sollte man zukĂŒnftig absehen. Man sollte ja den Blog-betreibenden fĂŒr seine Arbeit auszeichnen und nicht dafĂŒr Sorge tragen mĂŒssen, dass der Erfinder des jeweiligen Award grĂ¶ĂŸtmögliche Reichweite erreicht. Daher werde ich auch keinen Award mehr annehmen, der darauf abzielt. Nach meiner Kenntnis sind das alle Award, die ich kennenlernen durfte. Daher kann man bei mir auf meinen Webseiten auch keine der Nominierungen mehr finden. Auch erscheint es mir seltsam, dass man zwar nominiert wird aber nie eine Auszeichnung erfolgt. Da ist man dann zu faul zu? Oder es ist nicht weiter dienlich? Vielleicht wĂŒrde aber ein Award Ersteller die Aufmerksamkeit erfahren, die er sucht, wenn er eine Auszeichnung auf die Nominierung folgen lassen wĂŒrde. Sie sind fĂŒr den Oskar nominiert aber eine Auszeichnung gibt es nicht. Also fĂŒhlen sie sich geehrt und verschaffen sie mir gefĂ€lligst Aufmerksamkeit. Da wĂŒrden die Nominierten und das Publikum bestimmt ihre Freude daran haben.

So ein Blog erweitert und verĂ€ndert sich im Laufe der Zeit. Der Meine hat auch eine Wandlung erfahren. Anfangs wollte ich einfach nur einen Blog fĂŒr alle Koch- und Gaumengenuss Fans, verbunden mit dem Dolce Vita des Lebens machen. Bald stellte sich heraus, dass dies alleine nicht meine Welt war. Ich sehe den Blog und denke, da muss doch noch mehr sein. Kann doch nicht sein, das damit schon das Ende, meiner Vorstellungen erreicht ist. Hier auf WordPress sehe ich Tag tĂ€glich, das Menschen viel Zeit aufbringen, um auf MissstĂ€nde hinzuweisen. Sie möchten die Welt aus ihrer Perspektive zeigen, das Schöne im Leben ins Licht der Blog Welt bringen. Sie erzĂ€hlen ihrer Geschichte oder die eines Anderen. Auch gibt es Leute, die sich kritisch mit der Welt auseinandersetzen.Das macht Bluemooncaffee heute. Nicht das dies so geplant gewesen wĂ€re aber die Zeiten machen es fĂŒr mich unumgĂ€nglich. Auch ist ein Wandel in meiner Leserschaft eingetreten. Artikel, die sich nicht mit VorgĂ€ngen der Zeit beschĂ€ftigen sind, nicht mehr so gefragt. Werden schon gelesen und auch mehr geliket aber die hohen Zahlen beim Aufrufen erfahren eindeutig die Artikel, die sich mit dem Geschehen im Jetzt befassen. AuffĂ€llig das vor allem in Indien, den USA und in letzter Zeit vermehrt Australien, England und in Afrikanischen Staaten diese Artikel gelesen werden. Und natĂŒrlich auch hier in Deutschland.

Blog schreiben ist irgendwie ein Entertainment. Der Blog Betreiber der Entertainer. Sein Publikum die ganze Welt. Daher finde ich diese translate Funktion, eine der besten Widgets Angebote. Auch wenn das manchmal nicht wirklich korrekt ĂŒbersetzt, hat man doch die Möglichkeit, viele Blogseiten zu lesen, ohne die Sprache zu beherrschen. Das macht uns freier und wir können uns alle untereinander verstĂ€ndigen. Es ist ein großes VergnĂŒgen fĂŒr mich, zu sehen das ich im Benin, Gibraltar, Indien, Kenia, USA usw. oder in ganz Europa gelesen werde. Meine Gedanken von Menschen geteilt werden, die auf der ganzen Welt verstreut. Wo außer in einem Blog, hat man als “Normalsterblicher”, diese Möglichkeit des Austausches, der “GedankenĂŒbertragung?” So versuche ich viel von mir Selbst in meinem Blog einzubringen. Authentisch sein ist mir da sehr wichtig. Auch den Artikel ein Gesamtbild zu geben. FĂŒr mich ist Blog schreiben, wie ein Kunstwerk zu erstellen. StĂŒck fĂŒr StĂŒck findet es zu seiner Form. Da eine VerĂ€nderung und dort auch mal wieder etwas verwerfen. Ich muss es anschauen und denken, passt. Erst dann bin ich zufrieden. Manchmal bin ich voll ĂŒberzeugt, das ist jetzt echt gut gelungen und die Resonanz, nicht wirklich berauschend. Dann sitze ich da und betrachte mir mein Werk. Bis mir wieder einfĂ€llt, jeder Mensch kann nicht an deinen Gedanken teilhaben. dazu sind wir einfach zu unterschiedlich. Ist zwar gut so aber manchmal kommt mir der Gedanke das es ab und an besser wĂ€re, wenn die Menschen auf der Straße sich in gewissen Dingen einig wĂ€re. Leider wird das verhindert. Wissentlich verhindert. Da es nicht aus den Köpfen der sogenannten “Eliten” herauszubekommen ist, das wir alle Meister brauchen, die uns sagen, was gut fĂŒr uns wĂ€re. Aber mal ganz ehrlich wer von uns auf der Straße des Lebens hat jemals einen Krieg gebraucht? Wer von uns braucht hungernde und wegen Hunger sterbende Menschen? Ich kenne keinen. Ich brauche auch keine der mein Essen vergiftet damit die Pharmalobby genug Geld generieren kann. So brauche ich auch keinen Meister, der mir sagt das, Sieben Milliarden Menschen geimpft werden mĂŒssen. Wenn ich denke das ich eine Impfung brauche werde ich mich schon melden. Ja ich bin Erwachsen und brauche keinen Papi der mir sagt, wie die Welt auszusehen hat.

Ich denke, die Menschen sind Vielfalt und man weis nie wie sie auf etwas reagieren. Das finde ich total spannend. Manchen scheint es aufgefallen, anderen nicht aber ich habe das Thema Blog ĂŒbergreifende Zusammenarbeit aufgeben. Es finden sich keine Menschen, die danach streben Hat einfach keinen wirklichen Freundeskreis gefunden. Auch damit muss man leben. Nicht alle Ideen lassen sich verwirklichen. DafĂŒr gibt es dann neue Impulse vom Leben. Neue Richtungen in die man gehen kann. So habe ich angefangen meine Artikel völlig neu zu gestalten. Bilder besser zu integrieren und in Szene zu setzen. Musik einzufĂŒgen, um mehr Emotion zu transportieren. Wobei das mit der Sprachaufnahme auch voll in die Hosen ging. Aber man kann auch daran arbeiten. So stellt das bloggen stĂ€ndig neue Herausforderungen an den Blogger. Genau das liebe ich. An Herausforderungen wĂ€chst der Mensch. Sie machen ihn kreativer, innovativer, mutiger, intelligenter und erfahrener.

Bild von Paul Edney auf Pixabay 

11 thoughts on “Diagnose Blogger

  1. Ich finde, ein guter Blog ist wie ein Nachmittag mit guten Freunden. Da geht es auch nicht nur um ein Thema, sondern es mischt sich aktuelles Geschehen, mit persönlichen Geschichten und gemeinsamen Ideen und Projekten.
    Austausch, Zuhören, Reibung (im positiven Sinne) ermöglichen doch erst, das neue Ideen wachsen können. Das sich der eigene Blick auf die Dinge verÀndert.
    Und ich gebe deiner Beobachtung recht, die Blogger, die nur des bloggen wegens unterwegs sind, haben die wenigsten Leser, aber ich könnte wetten, das sie die treuesten Leser haben. Also solche, die wirklich regelmĂ€ĂŸig dort lesen und nicht wie bei großen, zum Teil themengebundene Blogs, nur sporadisch reinschauen.
    Die VerÀnderung die dein Blog erlebt hat, gefÀllt mir und ich lese gern bei dir.

    • Da muss ich dir wiedersprechen Steffi.
      Mein Gartenblog ist auch Themengebunden.
      Trotzdem tausche ich mich dort mit allerhand Menschen aus, auch mit Bloggern die so gar nichts mit Pflanzen anfangen können.
      Ich denke es kommt auch darauf an ob man authentisch ist, wie viel Interesse man an den Menschen hinter dem jeweiligen Blog hat.
      Ich folge nur Bloggern wo das Zwischenmenschliche auch stimmt.
      Wo ich mir vorstellen könnte mit demjenigen auch irgendwo bei einem Kaffee zusammen zu sitzen und ĂŒber Gott und die Welt zu quatschen.

  2. Guten Morgen Robert.
    Ein richtig guter Beitrag.
    Mir gefallen die Nominierungen auch nicht. Weshalb ich nie dabei mitmache. Vom GefĂŒhl her ist es kein wirkliches Interesse. Die entsteht eher in der Kommunikation untereinander.
    Einen schönen Sonntag fĂŒr dich.
    LG, Nati

  3. Perhaps this is why I see blogs proudly displaying the banner, “Award Free Blog.”

    Great post! I sometimes think that if those busybodies who always want to tell everyone else how to live would shut up, the world would be a much better place.

  4. You make a lot of great points! My blog may seem unfocused to some as I’m posting about my art, my views on certain topics, the environment. Sometimes I write short stories or limericks. I enjoy reading both themed blogs and blogs that post about a variety of topics. It’s educational and inspirational to communicate with people all over the world. 🙂

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