Zukunft Mensch

Da sich mein Blog jetzt und in Zukunft mit der Zukunft beschäftigen wird, muss ich erst ein paar Parameter zum nachlesen festlegen. Also ein paar grundsätzliche Dinge auf den Punkt bringen.

Fangen wir mit der ‚Äěeigenen Meinung‚Äú an. Ein Thema, von dem die Menschen, denken sie w√ľssten, wovon sie sprechen. Aber was ist eine eigene Meinung? Wenn ich sage wir haben eine Pandemie in Deutschland, ist das dann meine eigene Meinung? Wenn ich sage wir haben einen Schnupfen in Deutschland, ist das dann meine eigene Meinung? Sicher nicht. Das sind erst einmal nur Aussagen von denen der jeweilige annimmt, dass sie zutreffen. Das ist noch keine Meinung. Eine Meinung wird es erst wenn ich meine Aussagen gegen√ľber anders denkenden verteidige. Dann ist es eine Meinung. Aber noch nicht meine eigene Meinung. Zur eigenen Meinung geh√∂ren ein paar Sachen, die ich unternehmen muss, um sie zu bilden. Ich muss zumindest zwei Seiten zu einer Aussage haben um mir ein Bild schaffen zu k√∂nnen. Also ein Pro und ein Contra. Habe ich nur eine Informationsquelle, kann ich nicht Abwegen. Ich muss dann diese annehmen oder ablehnen. Aber ohne einen Hintergrund f√ľr diese Entscheidung zu haben. Also einfach, ist richtig oder ist falsch f√ľr mich. Zumeist machen wir das √ľber unser Bauchgef√ľhl oder unsere Erfahrungen im Leben. Hat aber nichts mit einer eigenen Meinung zu schaffen.

Um mir eine eigene Meinung zu bilden braucht es viele Faktoren. Machen wir dazu ein Beispiel. Sagen wir es steht eine Aussage im Raum, die folgenderma√üen lautet, die Schlauen sind schlau, weil die Dummen dumm sind. Ich habe jetzt mit Absicht eine Aussage gew√§hlt die so ziemlich sinnlos. Warum dazu sp√§ter mehr. Wir haben jetzt nur diese Aussage. Wir k√∂nnen uns dieser Aussage anschlie√üen oder es lassen. Welcher Faktor k√∂nnte jetzt eine Meinung daraus machen? Nehmen wir den Faktor wer hat es gesagt? Zu einem Gandhi und zum anderen gibt es noch Hans G. Auf einer Social Media Plattform 300 Follower und 70 Aufrufe im Monat. Er macht die Aussage, die Schlauen sind schlau, weil sie eine besser Schule besucht haben.Was w√ľrde passieren wenn man bei Aussage eins die Unterschrift Gandhi einf√ľgen w√ľrde? Die Aussage ist Sinn befreit und offensichtlich falsch. Aber es steht Gandhi darunter. Was passieren wenn unter Aussage zwei Hans G. stehen w√ľrde, dessen Aussage offensichtlich eine Logik beinhaltet? Der Normalmensch liest sich die Information in den Aussage durch und denkt bei Aussage Eins was f√ľr ein M√ľll. Dann liest er Gandhi. Und pl√∂tzlich tritt eine Verunsicherung ein. Hey, dieser Mensch macht doch keine Hirnlosen Aussagen. Also was habe ich nicht an dieser Aussage verstanden? Dann lesen sie Aussage Zwei, die ihnen sofort logisch erscheint und lesen dann Hans G. Nehmen wir an 50 Leute st√ľnden in einem Raum und alle 50 zig haben diese Aussagen gelesen. Alle 50 zig sind verunsichert. Sie fangen an die Menschen im Raum zu beobachten. Das f√ľhrt zur allgemeinen Verunsicherung. Keiner weis wie er sich verhalten soll und keiner weis was er dazu sagen soll. Also wird irgendwer eine harmlose Aussage in den Raum werfen. Wie, der Gandhi, da weis man nicht wirklich gleich was er meint. Alle bekr√§ftigen das und schnell ist klar, es ist eine Nachricht mit bedeutungsvollem Inhalt. Also die von Gandhi. Versteht keiner aber man ist sich einig.

Einig bis auf Zwei. Der Eine kennt Gandhi nicht und konzentriert sich deshalb auf Hans G. Da Hans G. unbedeutend ist und Gandhi anscheinend wichtig, ger√§t er in Not. Offensichtlich sagt Hans G. etwas Richtiges aber Gandhi scheint etwas Wichtiges gesagt zu haben. Sonst w√§ren ja nicht alle au√üer ihm dieser Meinung Also muss er etwas falsch verstanden haben, was ihn zu einem gleich gro√üen Deppen wie Hans G. machen w√ľrde, der ja etwas Falsches gesagt haben muss, aus Gr√ľnden die nur die Menschen um ihn herum verstehen. Schnell wird die Theorie Hans G. verworfen und sich der Gandhi Allgemeinheit angeschlossen. Ein Depp m√∂chte man ja nicht sein. Bleibt der Zweite. Dem ist egal wer diese Aussage gemacht hat. Er verk√ľndet laut, dass diese Gandhi Aussage einfach nur schwachsinnig ist. Alle 49 betrachten den Deppen der keine Ahnung hat und lassen ihn das auch wissen. Nur weil du das nicht verstehst, hei√üt das ja wohl nicht, dass diese Aussage nicht richtig und wichtig w√§re. Der Eine √ľbrig gebliebene hat seine eigene Meinung und verlangt eine Erkl√§rung √ľber den wohl wichtigen Sinn in dieser Aussage von Gandhi. Die hat aber keiner so fangen die Leute an sich lustig √ľber ihn zu machen. Sie sind ja in der Mehrheit und brauchen somit keine Erkl√§rungen und Gr√ľnde. Es reicht √ľber den mit der anderen Meinung herzuziehen. Argumente gibt es keine, da keine vorhanden, also gibt es auch keine fachliche Auseinandersetzung dar√ľber. Depp und fertig.

Was unterscheidet nun den Einen von den 48 Anderen und dem der es besser wusste, aber Angst hatte dies auch laut zu äußern?

Er hat offensichtlich keine Hemmungen zu sagen was er denkt. Er erkennt den Sinn in den jeweiligen Aussagen und ihm ist dabei egal wer was gesagt hat. Er steht zu dem, was er denkt. Unabh√§ngig davon ob er nun recht hat oder nicht. Er versucht eine Debatte anzuregen, w√§hrend die Anderen diese zu meiden suchen. Nicht nur suchen sie m√ľssen sie vermeiden, da sie keinerlei Argumente haben. Au√üer das Gandhi keinen Unsinn redet. Was per se schon einmal falsch ist. Es gibt keinen Menschen, der nicht auch Unsinn von sich gibt. Aber dar√ľber denkt man nicht nach, da man nur die Wahl hat sich anzuschlie√üen oder gegen alle zu k√§mpfen. Und gegen alle zu k√§mpfen ist nicht Gesellschaftlich angesehen. Warum ich f√ľr Herrn Gandhi eine Aussage w√§hlte, die er so nicht sagen w√ľrde, ist jetzt wohl klar. Menschen werden dazu erzogen folgsam zu sein. Sich Mehrheiten unterzuordnen. Obrigkeiten anzuerkennen und abzunicken statt Fragen zu stellen. Daher haben die wenigsten Menschen eine eigene Meinung. Wobei viele eine eigene Meinung h√§tten, wenn sie den Mut bes√§√üen diese auch zu vertreten. Haben sie aber nicht. Sie m√∂chten dazu geh√∂ren und in diesem dazu geh√∂ren wollen, liegt die gr√∂√üte Gefahr f√ľr den Menschen.

Es nimmt ihnen die Freiheit das zu sagen, was sie selbst f√ľr richtig erachten. So werden sie in ihrer Wohnung den Revoluzzer geben aber sobald sie auf andere Menschen und deren kollektive Meinung treffen, werden sie zum Schaf. So l√§sst sich leicht erkl√§ren, warum friedliebende Menschen in den Krieg ziehen. Regierungen folgen, obwohl diese definitiv noch nie etwas f√ľr sie getan haben. Eine eigene Meinung zu haben bedeutet, sich vielf√§ltig zu informieren, sich eigene Gedanken dazu zu machen, also nicht nur die, die von der Gesellschaft vorgegeben und den Mut besitzen dazu auch zu stehen und sie laut auszusprechen. Meist scheitert das schon daran, das Menschen sich vielf√§ltig informieren m√ľssten. Sie denken wenn sie zwei verschiedene Fernsehsender oder Zeitungen konsumieren, dann w√§re das Vielfalt. Seltsamerweise f√§llt ihnen auch nicht auf, das sie nur eine einheitliche Meinung in dem finden, dass sie konsumieren. Sie nehmen wohl an, dass wenn alle das Gleiche von sich geben, alle der Meinung sind, dass es nur diese eine Meinung dazu gibt. Aber lehrt uns nicht der Spruch, zwei Menschen drei Meinungen, dass dem nicht so sein kann? Lehrt uns nicht die Vergangenheit, das eine Meinung ein Ziel ist und das dieses Ziel noch nie allen Menschen zum Guten gereicht hat? Dass eine gleichgeschaltete Meinung, immer einer kleinen Gruppe von Menschen gedient hat? Das wird uns seit 100 Jahren Tag, t√§glich um die Ohren gehauen. Und doch ist es als g√§be es die letzten 100 Jahre nicht. Zumindest in gro√üen Teilen der Bev√∂lkerung.

Man hat den Menschen die eigene Meinung systematisch abtrainiert. Unsere ganze Gesellschaft beruht auf Vorgaben, Anweisungen, Gesetzen, Gehorsam, nicht selbstst√§ndigen Denken und Obrigkeitsh√∂rigkeit. Dazu werden massiv die √Ąngste der Menschen genutzt. Die Werbung, die Medien. Schlagzeilen, Spr√ľche, Slogans und Dogmen. Und wenn nichts mehr hilft Gewalt. Es wird Zeit alles infrage zu stellen und das werde ich hier auf meinem Blog machen. Alles kommt auf den Pr√ľfstand und alles wird hinterfragt. Wir sind im Zeitalter der Quantenphysik angekommen. Es ist das Zeitalter der Ver√§nderung. Ja und diese Ver√§nderung darf nicht ohne uns als Staat geschehen. Wir die B√ľrger m√ľssen die Zukunft gestalten und wir m√ľssen aufh√∂ren die Verantwortung daf√ľr abzugeben. Anfangen k√∂nnte man damit mit ein paar Dogmen aufzur√§umen. Eines davon, wer nicht w√§hlen geht der gibt der gegnerischen Partei seine Stimme. Wer nicht w√§hlen geht der gestaltet die Zukunft nicht selbst mit: Das ist einfach nur Bullshit. Wer nicht w√§hlen geht, zeigt das es nichts zu w√§hlen gibt, das es wert w√§re daf√ľr vom Sofa aufzustehen. Wer nicht w√§hlen geht, zeigt das er mit diesem System nicht einverstanden ist. Der zeigt, dass die Parteien ihre Arbeit nicht richtig machen. Geht keiner w√§hlen oder zu wenige, dann muss automatisch etwas Neues anfangen, da nichts mehr eine Mehrheit besitzt, um das Land zu f√ľhren. Wer nicht w√§hlen geht, gibt auch nicht seine Stimme ab. Er beh√§lt sie so lange selbst, bis sie Geh√∂r findet. Dort Geh√∂r findet, wo man selbst Geh√∂r finden m√∂chte. Wer nicht w√§hlen geht, sagt bis hierher aber nicht weiter. Wer nicht w√§hlen geht, sp√ľlt kein Geld in politische Systeme, die man selbst nicht in sich tr√§gt.

Verweigerung ist ein Potenzial, dass den Menschen nicht bewusst werden soll. Verweigerung ist die friedliche und Konsequente Antwort auf die Verfehlungen von Regierungen, von Gesellschaften und ihren Ausw√ľchsen. Verweigerung ist ein kollektiver und positiver Weg zur Ver√§nderung von Systemen. Einer kollektiven Verweigerung einer Gesellschaft hat kein System etwas entgegenzusetzen. Es muss das Gespr√§ch folgen und dem Gespr√§ch die Ver√§nderung. Man muss sich als Gesellschaft seiner Macht bewusst werden. Aber dazu braucht es die eigene Meinung.

Belle Co, pexels. Thanks

4 thoughts on “Zukunft Mensch

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