Fragen?

Menschen stellen sich gerne Fragen. Fragen zu ihrer eigenen Person sind besonders beliebt. Fragen zu der eigenen Person stellt man gerne anderen Menschen. Immer in der Hoffnung etwas Positives ĂŒber sich selbst zu erfahren. Kritik braucht es nur in RatschlĂ€gen, wenn es das Gute an einem, noch besser machen könnte. Und dann sich selbst immer schön klein halten, damit einen die Anderen um so Höher heben können. Ab einem gewissen Alter stellt man sich dann die spirituellen Fragen. Wer bin ich wirklich? Was macht mich aus? Wie sehen mich andere Personen? Was habe ich erreicht? Was will ich noch erreichen? Über diese ganzen Fragen kommt man bald zur Selbstliebe. Wie liebe ich mich selbst? Selbstliebe. Ich muss dann immer lachen. Diese ganzen Fragen sind doch nichts als BeschĂ€ftigungstherapie. Man ist immer genau das, was der Moment ist. Ich bin jetzt und genau wie ich jetzt bin, so bin ich und im nĂ€chsten Moment bin ich genau was ich in diesem Moment bin. Das ist alles. Das ist das ganze Geheimnis. Die Vergangenheit sagt mir, was ich vor ein paar Sekunden war aber wen interessiert das? Es ist nur wichtig was ich gerade bin. Jetzt in diesem Moment. Denn ich kann nur das sein, das auf diesen Moment reagiert. Das Leben ist nicht kompliziert, es sind die Menschen die es kompliziert machen. Nehmen wir dieses seltsame Selbstliebe. Was soll das sein? Ein Instrument zum Geld verdienen? Etwas womit man sein Jetzt verschwendet? Eine philosophische Frage um den Tag zu verderben? Diese Frage ist schlichtweg dĂ€mlich. Wir lieben uns nicht selbst. Könnten wir das brĂ€uchten wir keine Liebe im Außen. Auch dieses Innere Kind, das da im dunkeln in uns leben soll. Was fĂŒr ein Quatsch. Metaphern fĂŒr die UnfĂ€higkeit des Menschen Kinder richtig aufwachsen zu lassen.

Kinder sind das Chaos schlechthin und die Erziehung nichts anderes als der Versuch aus dem Chaos heraus Ordnung zu schaffen. Denn Ordnung muss sein. Unbedingt und um jeden Preis. Da zahlen halt die Kinder den Preis fĂŒr die Ordnung, die unbedingt sein muss. Frage ein Kind in einer Gruppe Erwachsener was FĂŒnf und FĂŒnf ist? Sagt das Kind 12, dann erhĂ€lt man je nach Alter des Kindes, ein KopfschĂŒtteln, ein LĂ€cheln oder Augenverdrehen. Und sofort wird die richtige Antwort gefordert oder reingerufen. Ist die Antwort absurd dann geht die Welt unter. Also wenn das Kind Gras antworten wĂŒrde. Sofort wird dem Kind eingebeult, das dies völlig unmöglich sei. Auf eine Mathematik Frage hat eine Mathematik Antwort zu folgen. Unbedingt und ohne Ausnahme. Egal wie alt das Kind auch sein mag. Das ist Ordnung denn Chaos darf nicht sein. Wir schaffen es nicht unsere Kinder so sein zu lassen wie sie sind. Schon im Alter von 2 Jahren bringen wir ihnen bei wie die Welt auszusehen hat. Nein von Geburt an beginnt dieses wĂŒrdelose Spiel. Jeder muss so werden wie alle anderen sind. Jeder muss lernen was alle anderen lernen. Da gibt es keine Ausnahme und dann wollen wir uns plötzlich als Erwachsene selbst lieben. Dann fragen wir uns ernsthaft wer wir selbst sind?

Wir sind schon ein lustiger Haufen. Um zu wissen, wer man selbst ist, mĂŒsste man so aufgewachsen sein, das man es selbst erkennen kann. Wie soll das aber möglich sein? FĂŒr alles bekommen wir eine Anleitung, fĂŒr alles eine Lehrvorgabe und keiner kann sich vorstellen, wie es anders sein könnte. Aber wenn ihr euch das nicht vorstellen könnt, wie wollt ihr euch dann vorstellen, euch selbst zu lieben, selbst zu erkennen, wer ihr seid? Dazu mĂŒsstet ihr mit der BeschĂ€ftigungstherapie der Menschen aufhören. Es gibt Fragen dazu gibt es keine Antworten, die man aufschreiben kann. Die beantworten sich in dem man sich lebt. In dem man sich lebt in diesem Moment und in diesem Moment erkennt, wer man gerade ist und im RĂŒckblick auf das gerade gewesen erkennt, wer man gerade war. Das erzĂ€hlen euch die großen Weisen nicht, da sie es mit einiger Sicherheit gar nicht selbst erkannt haben. Sie sind in ihrer Wolke der Erkenntnis geschwebt und nahmen an, dass man diese Weisheit, die sie da gerade erfahren haben, mit niemand teilen könnte. Da niemand außer ihnen so weit wĂ€re, diese Weisheiten zu verstehen. Aber es war nur ihre Weisheit und was kann ich mit Weisheiten anderer anfangen? Selbst wenn sie diese erklĂ€rt hĂ€tten, dann hĂ€tte keiner etwas damit anfangen können. Nicht das sie die Weisheit darin nicht erkannt hĂ€tten aber Menschen lernen nur ĂŒber die selbst gemachte Erfahrung und die steckt nun mal in keiner Weisheit mit drin. Was Leben selbst erfahren heißt; mĂŒsste jeder ab einem bestimmten Alter selbst erkannt haben. Aber das nĂŒtzt nichts. Denn Erfahrungen verbuchen wir und vergessen sie schnell wieder. Solange bis wir wieder im gleichen Mist stecken und uns dann an die letzte gleiche Erfahrung erinnern.

Wir sind wie ein Sack voller Einsichten, Erkenntnissen, Erfahrungen usw. Der Sack steht in der Ecke und Ab und An wird ein neues StĂŒck von Irgendwas hineingeworfen. Aber ein Sack gibt dir nichts aus freien StĂŒcken heraus. Er kann es einfach nicht, da ihm die Instrumente dafĂŒr fehlen. So sind wir Menschen auch, also wie der Sack, nur das wir die Instrumente besitzen aber unfĂ€hig sie zu bedienen. Wir wissen nicht wie und machen daher dieselben Fehler immer wieder und fragen uns dann warum? Als Erstes mĂŒsste mal die Erkenntnis reifen das man uns dumm halten möchte. Das ist genau so gewollt. Dann mĂŒsste die Erkenntnis reifen, dass wir das so nicht hinnehmen mĂŒssen. Es gibt viele andere Möglichkeiten. Dann mĂŒssen wir lernen wie unser Gehirn wirklich funktioniert. Denn ohne dieses Wissen werden wir immer ohne Kenntnis ĂŒber uns selbst bleiben. Wichtig ist auch zu wissen das man alles, einfach alles im Leben, auf den kleinsten Nenner bringen muss, will man verstehen wie es funktioniert. Daher wird alles so kompliziert gemacht. Das wir nichts verstehen. Aber die Welt ist einfach gestrickt. Ein Stein baut auf den anderen und wenn ich RĂŒckwĂ€rts gehe, werde ich verstehen und vorwĂ€rtskommen.

Hört auf euch solch unnĂŒtze Fragen nach der eigenen Person zu stellen. Beobachtet euch einfach in jedem Moment den ihr lebt. Dann ĂŒberhaupt beginnt euer aller Leben erst. Hört auf nach der Selbstliebe zu suchen. Die gibt es gar nicht. Das erzĂ€hlen sie euch gerne. Als ich angefangen habe mich selbst zu lieben bla, bla, bla. Es ist einfach die Akzeptanz dessen, was ihr gerade jetzt macht. Im nĂ€chsten Moment und im nĂ€chsten. Jetzt und fĂŒr immer. Mehr gibt es nicht zu tun. Mehr gibt es nicht darĂŒber nachzudenken. Denkt ein Baum ĂŒber seine Existenz nach? Eine Blume? Ein Hirsch? Nein das machen nur wir Menschen. Kann man machen aber ist das Notwendig? Verbessert sich unser Leben dadurch, oder machen wir es dadurch schwierig fĂŒr uns selbst? Das ist wie ĂŒber Probleme nachdenken. Wird dadurch das Problem gelöst? Ja dann gut. Löst es das Problem nicht, was nĂŒtzt dann das darĂŒber grĂŒbeln? Gar nichts. Probleme kann man nur lösen, in dem man sie angeht. Wie das Leben. Das kann man nur durch lebe das Leben meistern. Alles andere ist Zeitverschwendung. Lasst die Kinder ihr Chaos leben. Wenn das Chaos der Ordnung bedarf, geschieht das ganz von alleine. Sagt ihnen nicht was sie machen sollen, begleitet ihren Weg. BeschĂŒtzen, helfen wenn es notwendig ist und nicht wenn man glaubt eingreifen zu mĂŒssen, weil es alle so machen. Weil wir es so gelernt haben. Echt wir lernen in der Schule schon nicht viel und dann ist das Meiste nutzlos oder Bullshit. Muss das sein? Muss es nicht. Aber VerĂ€nderung kommt nicht von alleine. Dazu muss man selbst antreten. Das haben sie uns weggenommen. Das mĂŒssen wir uns wieder zurĂŒckholen. Jeder Einzelne von uns. Die Zeiten von HĂ€nde in den Schoß legen und alle vier Jahre unsere Stimme abgeben, im wahrsten Sinne des Wortes, sind vorbei. Die Zeit des mach selbst ist gekommen und jeder der sich dieser Zeit verweigert, sorgt dafĂŒr das sich nicht verĂ€ndert oder sich alles zum schlechteren verĂ€ndert.

Bild von Bruno /Germany auf Pixabay 

6 thoughts on “Fragen?

  1. Ich verstehe: Sei achtsam auf das, was sich im gegenwĂ€rtigen Augenblick abspielt und nicht mit dem Kopf in den Wolken. Es ist tatsĂ€chlich so einfach aber ich glaube man muss es ĂŒben. Mit Meditation, aber auch im Alltag. Die Millisekunde in der ich gerade bin ist genau die Richtige. Alles andere ist Illusion. Oder?

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