Bewusstsein, Opposition oder Regierung?

In Anlehnung an einen Beitrag „Verlorene Tugenden oder der Weg ins Verderben“, nun der dort angekündigte Gedankengang zum dort erwähnten Thema.

Wie sieht es aus mit den Gefühlen? Woher kommen sie und was bewirken sie in uns? Warum besitzen wir sie überhaupt und wie funktionieren sie? Gehen wir zum beantworten weit zurück in die Vergangenheit. Zurück zurzeit vor den Neandertalern. Als der Mensch noch kein Ich oder Bewusstsein besaß. Als wir nur einen Bruchteil vom jetzigen Gehirnvolumen hatten. Hatte diese Menschen auch Gefühle? Kann man nicht beantworten. Gehen wir noch weiter zurück. Als das Leben an sich entstand. Diese Ominöse Pfütze, in der das Leben entstanden sein soll. Die Ursuppe. Das erste Leben besaß das schon Gefühle? Nein? OK aber welche Matrix kam da zur Anwendung? Was ist Leben? Ich meine nicht die gängige menschliche Definition dafür. Oder frage ich lieber wie ist Leben entstanden? So ganz aus dem Nichts? Alles was auf diesem Planeten nicht natürlich wurde von uns Menschen geschaffen. Oder hat schon einer gesehen wie ein Auto, ein Spülmaschine oder was auch immer völlig von alleine entstanden ist? Sicher nicht. Selbst einen Computer der neusten Bauart gibt es nur weil Menschen ihn geschaffen haben. Es gibt für ihn einen Konstruktionsplan.

Wir Menschen nehmen aber an, dass alles Leben existiert, ohne einen Bauplan. Also einen Bauplan den jemand entworfen hat. Seltsam oder. Da wir doch genau wissen das ohne Schöpfer keine Schöpfung. Wir glauben das aus ein paar Einzellern ohne Bauplan der Mensch entstand. Etwas so komplex wie das menschliche Gehirn. Eine Meisterleistung die kein Mensch kopieren kann. Das entsteht einfach durch Evolution. Das hört sich an als würde man behaupten, aus einer Kugel Matsch eine neue Erde erschaffen zu können. Aber nehmen wir diese Theorie als gegeben. Da ist er nun der neue Mensch. Früher sind die Menschen nicht wirklich alt geworden. Teilweise lebten sie nicht halb so lange wie wir Menschen jetzt. Als Statement dazu wird behauptet, wir haben jetzt bessere Medizin und die Lebensumstände wären viel besser. Stimmt bestimmt. Aber was sollte das unser Genom interessieren? Schauen wir uns in der Natur um, dann sehen wir von der Eintagsfliege bis zum Hai oder der Schildkröte jede Alterslänge. Wir Menschen leben nicht am längsten, wir sterben aber auch nicht als erste. Die Lebensspanne der Tiere variiert nicht. Solange es diese Tiere gibt so lange leben sie die gleiche Lebensspanne. Nur der Mensch nicht. Liegt es daran das deren Lebensumfeld sich nicht geändert hat? Wohl kaum. Noch nie waren Tier so bedroht wie heute.

Aber leben sie deshalb kürzer oder länger, wenn man sie am Leben lässt? Mitnichten. Was hat sich dann im Menschen ereignet, dass er doppelt so lange lebt, wie manch ein Vorfahre? Ist da etwas anders geworden in unserem Bauplan? Besitzt unser Gehirn die Fähigkeit sich auf Lebensumstände einzurichten? Den Zellzerfall zu verlangsamen oder ihn gar zu beenden? Kommen wir zu dem Moment zurück als der Mensch ein Bewusstsein entwickelte. Bis dahin ist er mit dem Stammhirn ausgekommen. Jetzt wuchs ihm der Neokortex. Er macht knapp die Hälfte des Gehirnvolumens aus. Welche Gefühle hatte der Neandertaler oder der neue Mensch bis dahin? Angst, Lust (Paarung), Hunger, Durst, Schmerz. Ja und genau aus diesen, wir nennen das Gefühle, entstanden alle anderen Gefühle. Wobei man fragen muss, ob das wirklich Gefühle sind? Oder zumindest wie man sie einordnen könnte? Was ist jetzt ein Gefühl? Aus der Sicht eines Gehirnes. Woran erkennt ein Gehirn was es für Gefühle produzieren muss? Woher weiß das Gehirn das jetzt Angst angesagt ist oder Sex? Woher weiß es welchen Hormoncocktail es zusammen mixen muss? Besonders interessant ist da die Frage woher kennt es die Dosierung? Man hat ja nicht immer gleich viel Angst. Oder Hunger oder Durst. Bei der Überlebensstrategie Sex ist es nicht zimperlich. Da geht es ans überleben der Art. Da kommt der totale Hormoncocktail zum Einsatz. Volle Kante, denn Befruchtung muss sein. Aber auch hier die Frage. Warum ist für jedes Lebewesen auf diesem Planeten, ob Mensch, Tier oder Pflanze diese Anleitung mit voller Härte eingepflanzt. Alles aber auch alles strebt nach Arterhaltung. Außer der Mensch. Der rottet sich lieber selbst aus. Hat das mit seinem Bewusstsein zu tun? Schafft es das Bewusstsein sich der Evolution zu entziehen? Immer mehr Menschen möchten keine Kinder. Das Bewusstsein sagt ihnen, das man lieber keine Kinder in diese Welt setzen sollte. Die Pille, das Kondom haben das möglich gemacht. Kann man also die Evolution beeinflussen?

Verhindert die keine Kinder bekommen Entscheidung den Trieb in uns? Nein natürlich nicht. Ohne Pille und Kondome gäbe es viel mehr Kinder auf diesem Planeten. Die Lust ist dem Menschen nicht abhandengekommen, dafür sorgt schon unser Bauplan. Aber zurück zur Frage warum gibt es diesen Trieb in allem Leben? Auch hier keine Antwort zu erwarten. Gefühle sind Botenstoffe, Hormone und Nervenimpulse. Das Nervensystem der Optimierer aller Gefühle. Adrenalin und Noradrenalin geben den Härtegrad oder die Abfederung dessen vor. Wenn man sich aus dieser Sicht seine Gefühle betrachtet, dann kann man zu den Grundgefühlen wie Angst, Hunger, Durst, Schmerz, Paarung ja sagen. Aber wie kommt Mut, Selbstsicherheit, Liebeskummer, Melancholie usw. zustande? Nehmen wir die Melancholie. Kennt ihr dieses seltsame Gefühl von Schwermut und sehnen? Wie erzeugt das Gehirn diese Kombination? Oder Liebeskummer? Kein Hunger, nur Tränen, Sehnsucht, Hoffnung, Depression und… Wie macht es das? Woran erkennt ein Gehirn, welches Gefühl jetzt angesagt ist? Nehmen wir den Mut. Mut ist das Gegenteil von Angst für uns Menschen. Geschieht der Mut einfach durch Beseitigung der Angst? Gehirn verhindert Angst und schon sind wir mutig. Oder braucht es einen Anreiz damit die Angst überwunden wird und man mutig zur Tat schreitet. Dann haben die mit sehr wenigen Ängsten einen klaren Vorteil im In puncto Mut. Welche Erkenntnis würde das Gehirn aus solch einer Information ziehen? Kein Angst gleich Sieg?

Da sind wir schon beim Thema. Um das Überleben zu sichern, musste man stark und nicht ängstlich sein. Daher auch dem Starken gehört die Welt. Wenn bewundern Frauen? Den Schwächling oder den Held? Selbst Männer bewundern Furchtlosigkeit. So ist in der Genetik wohl klar, das man stark sein muss um zu überleben. Das ist eine Schlüsselposition in unseren Gehirnen. Auch Frauen müssen stark sein, da sie die Kinder bekommen. Sie müssen psychisch stabiler als Männer sein, da sie die Kinder versorgen müssen. Aus der Sicht der Natur. Die Natur. Sie ist der Bauplan alles Lebens. Der Schiedsrichter, der Trainer, der Spieler, der Zuschauer, der Manager, der Besitzer. Alles in einer Person. Hat sie ein Wesen? Hat sie wohl ganz eindeutig. Ihr Prinzip Erhaltung um jeden Preis. In der Natur in der sich der Mensch nicht mehr befindet so seine Gedanken. Sie haben keinen Platz in der Natur, die Kranken und Schwachen. Daher werden sie eliminiert. Sie würden die Art nur schwächen. Durch Fressen oder gefressen werden wird das natürliche Gleichgewicht hergestellt. Macht der Mensch nicht. Sein Bewusstsein hat ihm soziale Kompetenz gegeben. Wir helfen den Schwachen und Bedürftigen. Aber das war nicht immer so und es wird auch immer weniger. Warum? Findet der Mensch wieder zurück zu seinem Gehirn? Wie wäre es wenn nur unser Bewusstsein der soziale Part wäre? Das Gehirn einfach überrumpelt wurde. Was wenn unser Gehirne immer noch im Stark leben, schwach tot Modus lebt? Wenn wir alle uns von unserem Bewusstsein entfernen, durch die vorgegebene Art wie wir zu leben haben? Wenn unsere Instinkte wieder anfangen die Vorherrschaft in uns zu übernehmen? Betrachten wir doch unsere Welt. Nach was fühlt sie sich den an? Nach einem sozialen Gefüge oder nach einer machtbesessenen, kalten Struktur? Wie war unser Gehirn zu Zeiten des Neandertaler? Was für Regeln haben zu dieser Zeit gegolten? Die Keule oder das Herz? Was hat sich seit dem in unseren Gehirnen verändert?

Was wird sich wohl durchsetzten? Die Natur unseres Gehirnes oder das Bewusstsein? Und die Natur unseres Gehirnes ist ganz eindeutig das Leben. Das Leben, das sich verwirklicht sehen möchte. Es schaut nicht nach Gut oder Böse. Das gibt es nicht für das Leben. Entweder du setzt dich durch oder du stirbst aus und das Leben bevorzugt immer die Entwicklung. Die Stärke und hat mit Schwäche nichts am Hut. Ist nur ein gutes Futter. Wollen wir jetzt wirklich glauben das unser Bewusstsein unser Natur also unser Gehirn verändert hat? Gibt es Anlass, wenn man durch alle Zeiten der Menschen blickt, das zu glauben? Wird der Mensch lange genug existieren, um dem Bewusstsein den Sieg über das Gehirn zu geben? Wir wissen ja nicht einmal wie das Bewusstsein zustande kam und noch weniger wissen wir über die Zusammenarbeit von Gehirn und Bewusstsein. Wer hat das Sagen? Wer bestimmt in welchem Moment? Letztendlich sind fast alle Menschen bereit einen anderen Menschen zu töten, bevor dieser ihn selbst tötet. Das ist der Drang zum überleben in uns. Es ist die Natur des Gehirnes von uns Menschen. Wenn wir glauben, der Natur entwachsen zu sein, sind wir nichts außer einem Haufen Idioten. Die Natur leitet jeden Einzelnen von uns. Den Schwachen der, das Opfer wird und den Starken der, das Opfer tötet. Ob nun im physischen oder im psychischen Bereich. Wir als Menschen haben nur mehr Optionen zum töten. Je weniger ich mir als Mensch selbst bewusst bin, um so mehr bin ich mein Gehirn. Je mehr ich mein Gehirn bin, um so mehr bin ich dessen Natur. Aus menschlicher Sicht bin ich als Gehirn gefährlich. Sehr gefährlich. Aus natürlicher Sicht bin ich derjenige der überleben wird. Sie wird mich also fördern. Bin ich der Bewusstsein Mensch und arbeite schlecht mit meinem Gehirn zusammen, dann bin ich das Opfer und werde von der Natur ignoriert. Aber der gefährlichste aller Menschen ist der Mensch, der beides perfekt vereint. Wir Menschen nennen sie Soziopathen. Sie sind deshalb so gefährlich, weil sich das Bewusstsein komplett dem Gehirn untergeordnet hat. Keine Ängste und soziale Kompetenz sind die Mischung, die einen glauben macht zu wissen, was für alle gut wäre. Dummerweise ist Gut für diesen Menschen sein überleben allein. Nur wenn es ihm gut geht, kann es einem anderen auch gut gehen und er allein bestimmt was gut für ihn und was gut für den Rest der Welt. Ja und solche Leute wurde festgestellt, finden wir massenhaft in verantwortlichen Positionen in der Politik und bei den Superreichen. Ist auch ganz logisch. Meint ihr nicht?

Bild von Myo Min Kyaw auf Pixabay 

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