Grob geschätzt leidet jeder 5 Menschen auf diesem Planeten unter einer Angsterkrankung. Jeder Fünfte. Das sind 1.560.000.000 Menschen. Trotz dieser Masse an Menschen wird nicht viel dazu geforscht. Warum? Es gibt ja Tabletten. Ein lukratives Geschäft diese Angststörungen. Angststörung allein dieser Begriff sagt schon, dass man nicht viel davon versteht. Weil es gar keine Störung ist. Es ist eine Fehlfunktion im Gehirn. Das Gehirn reagiert auf Situationen mit einem Verhalten, dass der Situation nicht geschuldet. Vielleicht hat es in der Kindheit eine Situation falsch interpretiert? Vielleicht hat Gewalt dazu geführt das Angst ein ständiger Begleiter und auch Beschützer wurde? Egal was es auch sein mag, es ist eine Fehlinterpretation in unserem Gehirn. Diese wird durch Tabletten nicht aufgelöst. Tabletten verhindern nur einigermaßen, die Ausschüttung von zu vielen Botenstoffen.

Aber mit welchen Konsequenzen? Diese Fehlgeleiteten Interpretationen von Situationen und die daraus resultierende ständige Präsenz von Angst, kann man nur wegtrainieren, wenn man den Grund erkennt. Das ist schwierig gerade vor dem Hintergrund, dass Ängste manchmal scheinbar an keinen Grund gebunden sind. Mann hat Panikattacken, sprich Angst aber es ist kein Grund zu sehen und der Betroffene kann auch keinen Grund benennen. Scheinbar hat er Angst vor nichts. Also nicht der Betroffene selbst sein Gehirn. Aber nur weil kein Grund erkennbar heißt, dass nicht das kein Grund vorliegen würde. Es gibt immer einen Grund für Angst auch wenn wir ihn nicht erkennen. Um diesen zu erkennen, ist es notwendig hinter die Angst blicken zu können. Dazu muss man mit Menschen sprechen die lange Zeit an Ängsten leiden. Mit vielen Menschen um sich ein Bild schaffen zu können. Aber das wird nicht gemacht.

Würde man der Angst auf die Schliche kommen, dann würde sich das mit den Tabletten erledigen. Das geht natürlich gar nicht. Ich selbst weiß genau in diesem Thema worüber ich spreche, da ich selbst seit knapp 40 Jahren mit diesem Thema beschäftigt bin. Leider nicht als Arzt, als Betroffener. So hatte ich natürlich viel Zeit mich mit diesem Thema zu beschäftigen. In der Theorie aber Hauptsächlich in der Praxis. Ich würde gerne ein Forum mit Betroffenen gründen. Da wir von der Medizin und Forschung in diesem Thema nichts zu erwarten brauchen. Immer die gleichen Methoden bringen nur kurzfristig Linderung aber nie wirkliche Heilung. Ich denke, wenn viele Betroffene in einen Austausch gehen, werden über kurz oder lang völlig neue Erkenntnisse zutage treten. Daher wer Interesse an solch einem Austausch hat bei mir melden. So auch die Bitte diesen Beitrag zu teilen. Je mehr Menschen erreicht werden, um so größer die Chance, das solch ein wichtiger Austausch auch zustande kommt.

Bild von Grae Dickason auf Pixabay

Kommentar verfassen