1. Wieviel Geld diese Organisationen verdienen und vergeuden, sieht man auch an den aufwändigen Werbefilmen, für die bestimmte Personen- und Altersgruppen ausgenutzt werden. Das ärgert mich immer wieder.
    Ich habe nichts dagegen, wenn ein Geschäftsführer, der etwas Sinnvolles tut, viel Geld verdient. Aber genau dieses Sinnvolle sehe ich hier nicht. Am besten beschreibt es, wie auch bei den meisten anderen “Entwicklungshilfemaßnahmen”, die Aussage: Am Bedarf vorbei. Natürlich nur an dem der Menschen vor Ort, der eigene Bedarf und Nutzen wird sehr wohl verfolgt. Man ignoriert die spezifischen Lebensumstände, Stammesstrukturen, Naturmedizin und vieles mehr und versucht ohne wahre Kenntnis der Notwendigkeiten westliche Strukturen aufzuzwingen.
    Wie sehr Entwicklungshilfe darin gipfelt, mit eigenen Ingenieuren, Maschinen und Baustoffen riesige Gewinne zu machen, indem sinnlose Projekte entstehen, habe ich 1982 in Sri Lanka gesehen und erfahren. Von den dort tätigen Europäern werden zu allem Überfluss die Einheimischen im persönlichen Gespräch auch noch verhöhnt. Diese Leute können dann gar nicht verstehen, wenn man ein solches Verhalten offen verurteilt. Nein, ich war nie Eine von euch und werde es nie sein!
    Wenn ich spende, suche ich mir persönliche Projekte, nutze persönliche Kontakte zu Einheimischen, die sich bis heute erhalten haben. Wie zum Beispiel zu einem Waisenhaus mit Schule für Jungen und Mädchen, das von einer sri lankisch-deutschen Familie durch Spenden aufgebaut wurde.

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