Ein Traum in Melancholie

Da der Mensch nicht vom Brot alleine lebt, gibt es jetzt ein wenig Nahrung für die Menschlichkeit. Nahrungsquellen wären da Liebe, Herz, Seele, Melancholie, Tränen, Schicksal, Leben, Versprechen, Vergeben, Mitgefühl und Sonnenschein. Die Seele und das Herz sollte man immer in Liebe halten. Sie möchten sich beschützt und glücklich sehen. Die Liebe scheint eine Einbahnstraße des Glückes. Für dem Einen. Für den Anderen ein Kreisverkehr mit vielen Ausfahrten. Daher ist nichts wie es scheint und nichts bleibt, wie es ist.

Keiner liebt für immer, es sei denn, er findet die Liebe.

Egal wie sehr du vertraust, dein Misstrauen bleibt der Sieger, wenn du nicht lernst dir selbst zu vertrauen. In diesem Sinne ein Hoch auf die Liebe, ein Gruß an das Schicksal, eine Träne für die Melancholie und eine Entschuldigung für gebrochene Versprechen. Das alles ergibt nur einen Sinn, wenn wir es benutzen, bevor wir es brauchen. Denn merke, die Melancholie des Lebens schreibt die besten Texte aber die schlechtesten Drehbücher. Liebe ist nun mal des Menschen höchste Priorität. Nichts erreicht den Stellenwert dieser in einem Menschenleben. Und doch lassen wir sie leichtfertig ziehen. Sie ist so etwas wie ein Konsumgut geworden. Das Internet gaukelt uns da eine Welt vor, die es so gar nicht gibt. Das Handy nimmt uns den ersten Kontakt ab. Aber der erste Kontakt ist wohl einer der, wenn nicht der wichtigste Punkt einer künftigen Zweisamkeit.

Ein Handy hat in der Liebe nichts zu suchen. Keine Messenger Nachrichten, keine Smileys und keine SMS. Auch, wenn man getrennt ist und tausende Kilometer zwischen einem liegen. Eine Liebe braucht dieses alleine zu sein. Diese Sehnsucht, dieses süße und doch so ungeduldige Warten. Es hält die Liebe am Leben. Es verbindet immer tiefer. So sagt es ich warte, weil ich dich liebe. Liebe braucht echte Trennung. Die lässt das Handy nicht mehr zu. So werden wir zu einem immer erreichbaren Objekt. Zu einem Gegenstand ohne Freiheit. Das tötet die Liebe. Immer erreichbar erdrückt. Immer erreichbar macht langweilig. Ständig erreichbar erzeugt eine Nähe, die es in der Realität so gar nicht gibt. Es ist eine Pseudo Nähe. Wir empfinden Nähe die aber nicht körperlich. Sie ist nicht real und daher unbefriedigend und doch erscheint sie mit der Dauer erdrückend. So haben wir das Gefühl von zu viel Nähe und besitzen doch keine. Uns fehlt was wir im Überfluss zu haben scheinen. Das macht uns krank in der Seele. So trennt man sich und weiß doch nicht wirklich warum. Liebe unter Menschen hat Regeln und wer sie missachtet wird sie verlieren. Vielleicht sogar sie nie erfahren.

Bild von Gennaro Leonardi auf Pixabay

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