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Von Menschen Bedürfnissen

Der Mensch voller Emotionen, Bedürfnissen, Ansprüchen, Meinungen, Widersprüche und Verlangen. Kein anderes Lebewesen ist geistig so verkrüppelt wie der Mensch. Gefangen in seiner eigenen kleinen Welt; möchte er die Welt erobern. Sich dem Leben präsentieren und dabei das Rad des Pfauen aufschlagen. Die Welt in Schönheit eingeteilt opfert er sich auf deren Altären. Was man nicht alles für wichtig erachtet? Dürre Frauen, die in der Realität kaum einen Mann in den Bann ziehen können, sind das Frauenideal. Konfektionsgröße 34 das Ziel der Träume. Frauen mit ihren Bedürfnissen nach der Aufmerksamkeit des Mannes. Männern mit ihren Bedürfnissen nach Ansehen bei den Frauen. So lange es den Menschen gibt, so lange gelten diese sinnlosen Bedürfnisse. Extrahiert aus dem Drang nach der Paarung. Wie kann man ein Ich besitzen und doch von diesem Drang beherrscht werden? Das wird nicht einmal hinterfragt, da man mit diesen Bedürfnissen viel Geld verdienen kann. Denn was braucht es um Ansehen oder Aufmerksamkeit zu erlangen? Brauche ich jetzt nicht zu schreiben, wissen wir alle.

Aber dieses Wissen verändert unser Denken nicht. Über alle Zeiten und Völker hinweg bekundet der Mann seine Stärke. Selbst in Zeiten der Emanzipation. Und die Frau bemalt sich weiterhin, Emanzipation hin oder her. Mann stark, Frau schön. Das ist in sehr vereinfachter Form das Bedürfnis Schema der Menschen. Daraus leitet sich alles andere ab. Keiner wird das je in Frage stellen. Keine Frau möchte einen Jammerlappen und kein Mann eine Frau die in seinen Augen nicht schön ist. Die sogenannten Inneren Werte sind nur ein Alibi Gequatsche einer Inhumanen Gesellschaft. Sicher darf es hässliche Frauen mit guten Charakter geben aber bitte für den Anderen und nicht für uns selbst. Sicher darf es Männer geben die weinen aber bitte dort wo es keiner sieht und auch nicht mehr als zweimal im Jahr. Sicher darf es ungeschickte Männer geben, sicher darf es schwache Männer geben aber bitte nicht für uns selbst. Das lässt der Fortpflanzungsdrang in uns nicht zu. Und kommt es doch so wie man es vermeiden wollte, dann sind wir unglücklich und unzufrieden. Dann fühlen wir uns beraubt der Gerechtigkeit. Denn wir alle haben nur das Beste verdient.

Wer aber bestimmt das Beste? Nicht einmal wir selbst. Unser inneres Bild erklärt uns was das Beste für uns ist. Angeheizt durch das Schönheitsideal der entsprechenden Epoche. Irgendwann wird magersüchtig total out sein. Dann ist das heutige mollig wieder das Ideal der Frau. Es wiederholt sich ja alles. Schon mal aufgefallen? Nicht nur in der Mode. Auch im Männer,- oder Frauenbild. Wobei das Männerbild nicht wirklich variiert. Mal ist Waschbrettbauch mehr In und dann wieder mehr out. Gab es Zeiten wo der Nerd gefragt war bei den Frauen? Ich wüsste nicht. Egal wie liberal eine Gesellschaft auch sein mag, der Nerd wird nie In sein. Früher nannte man den mal Streber. Der der immer eine auf den Hinterkopf bekam. Derjenige der, die Frauen nur von weitem beobachten konnte. Also die Frauen die er gerne an seiner Seite gesehen hätte. Von Human brauchen wir bei den Menschen nicht zu sprechen wenn es um Bedürfnisse geht. Da leben die Eitelkeiten, Wünsche und Sehnsüchte und die lassen wir uns durch die Realität nicht zerstören. Da schauen wir lieber ins Traumland Werbung.

Sasin Tipchai auf Pixabay, 5688709 auf Pixabay , Jess Foami auf Pixabay , S. Hermann & F. Richter auf Pixabay, StartupStockPhotos auf Pixabay 

In die Welt der Verheißungen und Versprechungen. Da cremen wir uns die Jugend ins Gesicht. Da reinigen wir uns von Innen. Da hat jeder eine, seine Chance auf das ganz große Glück. Das dies alles nur Müll ist wissen die Menschen aber das kann sie nicht aus ihren Bedürfnissen bringen. Bedürfnisse die man leicht mit Versprechungen zu Geld machen kann. Darin fester Bestandteil das Lügen. Wie steht mir die neue Haarfarbe. Ja großartig Schatz. Vielleicht hätte das ehrlicher geklungen, wenn er mal hingesehen hätte. Aber das Großartig reicht auch schon aus. Man ist schön. Tut mit Leid ich bin zu spät. Das macht doch gar nichts und das obwohl man eine Minute vorher die Person zum Teufel gewünscht. Verspäten heißt für den der wartet, du bist nicht Wert das man pünktlich kommt. Also muss irgendetwas an einem falsch sein. Daher shoppen und Schönheit kaufen. Für das nächste Mal. Und die Lieblings frage aller Männer, wenn man längere Zeit liiert, Schatz findest du mich noch schön? Schön ist anders, denkt er leise und laut kommt nichts, ein unverständliches Gebrumme oder ein völlig überzogenes aber natürlich Schatz. Nicht einmal weil er seine Partnerin nicht schön finden würde, es nervt den Mann einfach nur. Aber Frauen brauchen ständig diese Bestätigung. Als ob man sich von Schönheit etwas kaufen könnte. Als ob Schönheit einen besser machen würde. Schönheit ist vergänglich. Auch dem schönsten Mann oder der schönsten Frau laufen die Partner/innen weg. Weil man sich an Schönheit genauso gewöhnt wie an ein Möbelstück. Am Anfang noch begeistert, wird es bald zu einem liebgewordenen Stück, dass man beizeiten noch gerne betrachtet.

Auch wenn es der Mensch nicht einsehen möchte. Die Frucht bringt die Freude, nicht die Schale. Aber dazu muss einem die Frucht auch schmecken. Wenn ich wegen der Schale das Obst kaufe, muss man sich nicht wundern, wenn die Frucht dann nicht schmeckt. Das Wesen eines Menschen muss zu einem passen, damit man lange verliebt oder in ewiger Liebe leben kann. Daher ist es anzuraten einen Menschen erst einmal kennen zulernen, bevor man mit ihm schläft und dabei ein Kind zeugt oder ihn einfach heiratet. Man verliebt sin in ein Gesicht aber lieben kann man nur den Menschen. Dazu darf man sich aber nicht einfach dem Paarungsdrang hingeben. Der Werbung hingeben. Dem Gesicht hingeben. Den Bedürfnissen hingeben. Dazu muss man sich selbst hinterfragen. Sein verliebt sein begleiten und nicht einfach geschehen lassen. Denn eines Tages sind wir alle Alt und hätten gerne einen Menschen neben uns den wir lieben. Nicht eine Person die halt da ist, weil wir sonst niemanden hätten. Oder völlig alleine leben. Alleine im Alter ist nicht das was der Mensch sich wünscht, auch wenn die Jugend einem 1000 Möglichkeiten vorgaukelt.

Mit jeder Liebe die wir verlieren, mit jeder Liebe die wir wieder eingehen, verlieren wir ein Stück Glaube an die wahre Liebe. Das hat Konsequenzen. Wenn es ganz schlecht läuft verlieren wir völlig den Glauben an sie. Glaube? Ja an die wahre Liebe sollte man nicht glauben. Man sollte sich Gewiss sein das man sie finden wird. Denn der Glaube ist Unsicherheit und kein Wissen. Wenn ich nicht davon überzeugt bin sie zu finden, wie kann ich sie dann leben? Das funktioniert nicht. Das ist wie mit Gott. Glaube ich daran, dann bin ich mir nicht sicher das es ihn gibt. Bin ich überzeugt davon das es ihn gibt, dann kann mich nichts erschüttern. Daher glauben immer weniger an ihn. Da Glaube niemals alle Zeiten überdauern kann. Nicht bei uns Menschen. So Verträumt und Unrealistisch wir auch alle sein mögen, so wenig vermögen wir zu glauben, da uns in diesem Punkt nur Tatsachen realistisch. So ist der Mensch. Völlig unberechenbar und doch so leicht zu durchschauen.

photo Engin Akyurt auf Pixabay 

2 thoughts on “Von Menschen Bedürfnissen

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