So sehen Menschen ihre Geschichte

In zwei Stunden erzählen hier Menschen die Geschichte? Ja welche Geschichte erzählen sie denn? Die Geschichte die Heute existent. Die uns so überlieferte Geschichte. Wie viel davon ist wahr oder bewiesen? Das mit dem bewiesen ist so eine Sache. Man könnte eher sagen, so nehmen wir an das es sich ereignete. Da von Beweisen keine wirklich Spur. Jeden Tag kommen neue Thesen auf. Manche werden verworfen, andere genauer unter sucht. Zumal was das Universum und das Entstehen des Selben angeht. Was ist mit der Geschichte der Menschheit? Dem entstehen von Leben auf diesem Planeten? Wer schrieb die Geschichte der Menschheit? Wie würde diese Geschichte aussehen, wenn Andere diese Geschichte geschrieben hätten? Die Indianer, die Samurai, die Kriegsverlierer, Indigene Völker. Was würden wir dann lesen oder welche Videos würden wir dann betrachten? Wenn Religionen noch das Weltbild bestimmen könnten, wie würde unsere Geschichte dann aussehen? Kann man schlecht sagen aber Gewissheit ist, es wären völlig andere Geschichten. Und nicht nur die Geschichten wären anders . Unser aller Leben würde nicht dem jetzigen ähnlich. Was natürlich die Frage aufwirft, wie Wahr sind dann die Geschichten, die man uns vor setzt? Können sie überhaupt Wahr sein? Ist eine Geschichte wahr, nur weil der Schreiber sie darstellt wie er sie gerne hätte? Was ist mit den Geschichten die man nicht erzählen möchte, da sie nicht in das Weltbild des Erzählers passen?

Verändere ich damit nicht die ganze Geschichte? Natürlich passiert genau das. Man verändert und damit hat man nur noch eine X-beliebige Geschichte. Sie hat mit der Realität nur noch Teilweise zu schaffen. Fakt ist, wir leben nicht mit Wahrheiten. Wir leben mit Betrachtungen, Überzeugungen, Annahmen, Lügen, Fakten, Geheimnissen. Nur Was ist Was? Wie oft wurde die Geschichte des Menschen wohl schon angepasst? Verbessert oder besser gesagt korrigiert? Zeichnungen in Höhlen gefunden und dann wild darauf los interpretiert. Der Zeichner könnte nur einen seltsamen Humor besessen. Er könnte Krank oder ein Träumer gewesen sein. Er könnte auch etwas Falsch verstanden haben und dieses falsche Verstehen auf die Wand gemalt. Es gibt zig Möglichkeiten aber wir gehen davon aus, dass er uns etwas Bedeutendes mitgeteilt. Sonst hätte er es nicht an die Höhlenwand gemalt. Das ist aber nichts weiter als eine Annahme. Aus dieser Annahme ziehen wir dann Rückschlüsse auf unseren Werdegang. Ist aber nur eine Annahme falsch, wie steht es dann um unseren Werdegang? Wir sollten aufhören Geschichte als in Stein gemeißelt zu betrachten. Sie ist etwas Lebendiges, sich Veränderndes. Selbst wenn sie auf Stein gemalt. Es gibt nicht die Interpretation, es gibt nur eine unter vielen Interpretationen.

Wie das Leben entstanden ist weis auch keiner genau. Wie beim Urknall gibt es da verschiedene Annahmen. Wir haben uns für eine Version entschieden und schauen halt, ob nicht doch eine Andere wahrhaftiger. Das ist die menschliche Wissenschaft und die daraus resultierende Gesellschaftsform. Das was wir glauben formt unsere Gedanken. Unsere Gedanken setzen dann den Glauben ins Leben. So erzeugt nun religiöser Glaube oder wissenschaftlicher Glaube das Bild, dass wir in unseren jeweiligen Gesellschaften umsetzen. So leben wir nicht Wissen, wir leben den Glauben an das jeweilige Wissen. Auch wenn wir starr daran festzuhalten suchen, so verändern sich doch die Strömungen von Zeit zu Zeit. Immer wieder gibt es Menschen, die uns eines anderen belehren und Irgendwann kommt sie Erkenntnis, dass diese Leute Recht hatten. Das ist ein Fakt in unserer Geschichte. Daraus können wir schließen, dass alles was wir Heute glauben, schon Morgen ad absurdum geführt werden kann. Wäre es da nicht besser, Wissenschaft in Annahmeschaft umzubenennen? Und wir aufhören Wissenschaft als Religion zu betrachten. Sie als Wahrheit des Moments zu betrachten?

photo Arek Socha auf Pixabay

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