conversation

Wenn Irgendetwas wichtig ist, dann ist alles wichtig.

In meinem Leben habe ich mich mit sehr vielen Menschen unterhalten. Bringt mein Beruf schon mit sich und meine Neugier. Dabei heraus gefunden habe ich, dass jedem dieser Menschen eine Sache absolut wichtig war. Sich selbst zu sein oder sich selbst zu leben. Alle  wollen so akzeptiert werden wie sie sind und das von jedem anderen Menschen. Allein in der IntensitĂ€t gibt es da Unterschiede. Die Skala beginnt bei “1. wenig ausgeprĂ€gt” und endet bei “10. nach mir die Sintflut”. An und fĂŒr sich und ohne sich groß Gedanken darĂŒber zu machen geht das in Ordnung. Denkt man aber eingehender darĂŒber nach, wird es schwierig mit dem Nachvollziehen. Wie kann ich einen anderen Menschen , so wie er ist akzeptieren, wenn wir völlig verschieden im Handeln und Denken? Er muss ja  meine Person akzeptieren so wie ich bin. Scheint ein Widerspruch zu sein. Kann ich einen Menschen, der absolut nichts gemein mit mir hat, so akzeptieren wie er ist? Einen der stĂ€ndig meine Meinung in Frage stellt, der alles besser wissen möchte? Den ich nicht leiden kann?

NatĂŒrlich “kann” das Jeder. Nur gehört da ein spezielles Denken dazu. Ein Denken, von dem wir denken, das wir es nicht denken können. Da wir irrtĂŒmlicher Weise annehmen, dass wir uns dafĂŒr verĂ€ndern mĂŒssten. Ich muss aber meine Person nicht verĂ€ndern. Nur etwas in meiner Programmierung. Und verstehen das Ego und Ich nicht das Gleiche ist. Differenziertes Denken.  Indem Ich, Ihn, Ich sein lasse und Er, Mich, Ich sein lĂ€ĂŸt. Indem Ich, seine Meinung, seine Meinung sein lasse und er mir meine Meinung lĂ€ĂŸt. Dann bekommen wir keine Probleme miteinander. Dadurch kann ich seine Position, seine Position sein lassen und er lĂ€ĂŸt mir die Meine. Wir fĂŒhren dann ein GesprĂ€ch und keine Diskussion. Er zeigt mir wer er ist und ich zeige ihm wer ich bin.

Dadurch brauche ich nichts am Anderen zu verĂ€ndern. Diskussion bedeutet, dafĂŒr und dagegen. Ich gegen dich und du gegen mich. Man versucht auf einen Nenner zu kommen aber die Ergebnisse werden selten fĂŒr beide befriedigend sein. Ein GesprĂ€ch fĂŒhren steht fĂŒr Austausch, Zuhören, Sprechen, Neugier, Empathie und manchmal sogar Freundschaft. Ich stelle nichts in Frage, weder seine Ansichten, noch sein Denken. Wir unterhalten uns nur. So bietet sich jedem die Möglichkeit etwas zu lernen, wenn er das möchte oder man  hat nur ein gutes GesprĂ€ch gefĂŒhrt. Das liegt bei jedem selbst. Ich kann nur annehmen, wenn ich selbst dazu bereit bin. Das geschieht bei uns Menschen in einem sicheren Raum, in dem jeder seine Platz erhĂ€lt und seine Position akzeptiert wird. Rechthaberei endet immer im Streit. Überlegenheit zur Schau stellen bringt Feindschaft. Stur sein erzeugt Widerspruch. Nicht zuhören wollen bringt nur UnverstĂ€ndnis. Das Ego am falschen Platz aktiviert im Anderen dessen Ego. NatĂŒrlich wissen wir das alle. Nur beachten wir es auch? Wer wirklich Frieden zwischen den Menschen möchte, sollte anfangen sein GegenĂŒber zu respektieren. Aufgrund seiner bloßen Existenz.

TrÀumchen

Elemente:

200 g Champignons, 200 g Magerquark, jeweils ein Âœ Tl. Fein gehackte Petersilie, Schnittlauch, Koriander, 1 Schalotte, 1 Chilischote, Salz und schwarzer Pfeffer aus der MĂŒhle, Zitronensaft, Bacon.

Gestalt geben:

Die in Scheiben geschnittenen Champignons in Butter anbraten. Klein gewĂŒrfelte Schalotte und die von den Kernen befreite und in kleine Röllchen geschnittene Chilischote dazu geben. Kurz mit braten lassen.

Die Champignon/Schalotten/Chili Masse auf ein KĂŒchentuch stĂŒrzen und völlig auskĂŒhlen lassen. Quark mit den KrĂ€utern vermischen. KrĂ€ftig salzen und pfeffern. Mit einem Schuss Zitronensaft abschmecken. Die Pilzmischung mit einem großem Messer, fein zerhacken und in den Quark geben. Alles grĂŒndlich unterheben.

Tipp:

Paßt auf jede Brotsorte aber besonders schmackhaft auf folgender Variante..

Ciabatta Brot in der HĂ€lfte (waagerecht) teilen. Danach in 6 gleich große StĂŒcke schneiden. Die Schnittstellen leicht mit Olivenöl bestreichen. Unter den Grill legen und brĂ€unen. Wenn sie anfangen Farbe zu nehmen, jeweils mit 1er Scheibe Bacon belegen.

Fertig brĂ€unen. Lauwarm werden lassen und dann mit der Pilzcreme bestreiche. Als Topping klein gewĂŒrfelte Paprika und Oliven. Dazu ein frisches kĂŒhles Bier oder Wasser. Ein kleines aber feines TrĂ€umchen.

Ich muss nicht Jeden lieben, der mir in meinem Leben begegnet. Aber ich sollte zumindest in der Lage sein, ein GesprĂ€ch zu fĂŒhren. GesprĂ€che sind unser tĂ€glich Brot im Leben. Sie fĂŒhren uns zu Arbeit, Hobby, Liebe, Familie, Freunden und Wissen.

photo unsplash: header. Muukii image 1. David Hurley image 2.

10 thoughts on “conversation

  1. Hallo Robert.
    Ich stimme dir voll zu.
    Ich versuche immer zu verstehen warum ein Mensch ist wie er ist.
    Ohne ihn verĂ€ndern zu wollen. Ich wĂŒrde mich ja auch nicht verĂ€ndern lassen wollen. Es können ja nicht immer alle Standpunkte ĂŒberein stimmen. Jeder hat ein anderes Leben und andere Erfahrungen gemacht. Und wenn es nicht passt, dann ist es halt so. Punkt!

  2. Genau Robert!
    Ich habe einen Freund, der total anders denkt als ich. Am Anfang habe wir diskutiert und gestritten bis zum bitteren Ende. Ich mochte ihn trotzdem.
    Heute, nach ĂŒber 2 Jahren, haben wir gelernt miteinander zu reden.
    Wir akzeptieren einander und ansonsten lÀuft alles prima.

  3. Also wie du ja weißt sind wir selten einer Meinung und trotzallem genieße ich jede Unterhaltung mit dir .-) aus einem ganz einfach Grund, du hast etwas zu sagen, aus deiner Sicht und ich höre Menschen gerne zu, die etwas sinnvolles zu sagen haben auch wenn ich nicht ihre Auffassung teile. Muss ich auch nicht. Im Austausch mit anderen kann es mir aber passieren, dass ein Perspektivwechsel stattfindet. Ich lerne dazu oder auch nicht. Ich nenne es Offenheit. Ansichten, Meinungen usw,sind nicht in Stein gemeißelt. Eine flexibler Geist lernt und bleibt agil, ein sturer Geist stagniert und irgendwann rostet er.

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