Wer bist du, das du dich wagst?

Wer bist du, das du es wagst?

Wenn man als “Normalb√ľrger” eine neue Theorie, zu was auch immer entwickelt und diese in die √Ėffentlichkeit tr√§gt, erh√§lt man folgende Reaktionen. Man wird kurz angestarrt. Der Blick sagt ganz eindeutig, was ist das f√ľr ein Idiot. Sofort ver√§ndert sich dieser Blick und jetzt wird man im H√∂flichkeitsmodus angesehen. Ein milder Blick den man sonst f√ľr Kinder verwendet die Unsinn gesprochen haben und es halt nicht besser wissen. Darauf folgt ein Ah ja oder Interessant. Jetzt kommt der Fluchtblick und ein jetzt muss ich aber los. Es darf Erstens nicht sein das ein Normalo Thesen entwickelt und wenn es dann doch sein darf dann stimmen sie nicht. Hirngespinste. Was man selbst nicht kann, kann unm√∂glich ein Anderer gleichen Standes.

Sind wir uns so sicher das unser Leben so ist wie es sich anf√ľhlt? Finden neue Ideen und Gedanken darin einen Platz? Nur das Vertraute bietet Sicherheit. Das bedeutet aber das es keine neue Sichten mehr geben wird. Sollte man sich nicht √∂ffnen? Nicht der Wissenschaft, seinem eigenen Verstand. Menschen die in Frage stellen halten nichts f√ľr gegeben. Nichts ist f√ľr sie vorbestimmt und sie glauben auch nicht einfach alles was ihnen vorgesetzt wird. Sie sehen Leben als M√∂glichkeit, in M√∂glichkeiten. Nehmen es als Herausforderung war. Anders sein inspiriert sie. Nun glauben sehr viele Menschen das sie anders w√§ren. Was ist aber anders sein? Nur zu denken anders zu sein, als der Nachbar, der Freund oder jeder Fremde unterscheidet uns das wirklich? Macht das einen Unterschied? Was bedeutet es wirklich “Anders” zu sein? Ich verhalte mich nicht wie alle Anderen. Anders sein l√§√üt Anders sein zu. Es lehnt nicht ab. Nur weil ich eine andere Hose trage als mein Gegen√ľber, macht mich das nicht anders. Erst wenn ich bereit bin M√∂glichkeiten als Perspektiven zu begreifen und zu erkennen, kann ich meine Sicht auf das Leben ver√§ndern. Die M√∂glichkeit in Betracht zu ziehen, dass mein Leben nicht so ist wie ich es selbst wahrnehme. Warum sehen Andere zumeist unser Leben nicht so wie wir selbst? Sehen unsere Person nicht so wie wir sie selbst sehen? Als Erkl√§rung bieten sich da mehrere M√∂glichkeiten an. Sie k√∂nnen mich nicht so wahrnehmen wie ich bin, da ihre Wahrnehmung im Leben eine total andere ist oder ich habe ein falsches Bildnis von mir und meinem Leben. Als freier Geist werde ich beide M√∂glichkeiten in Betracht ziehen. Als eingesperrter Geist werde ich die Option, die Anderen sehen mich v√∂llig falsch w√§hlen. Unser Geist ist nicht so frei wie wir das zu glauben verm√∂gen. Viele Doktrin bestimmen ihn. Man l√§uft diesen einfach hinterher ohne √ľberhaupt zu wissen das man diese besitzt. Sie erschweren es selbst zu hinterfragen. Man urteilt, verurteilt aus ihnen heraus. Das ist sch√∂n, das h√§sslich. Der ist dumm, den kann ich nicht leiden. Einfach so aus unserem ersten Impuls. Wir sind ja alle Kenner mit viel Lebenserfahrung. Aber sind wir das wirklich? Ein Kenner zeichnet sich dadurch aus das er sich auskennt. Durch Beobachtung, Nachfragen, Studieren, nachdenken, selbst Ans√§tze und Ideen entwickeln. Er nimmt vorher bestehendes und macht daraus Neues. Erstmal nichts ausschlie√üt und allem eine M√∂glichkeit einr√§umt. Alles kann erstmal sein. Egal wie es sich auch anh√∂ren mag. Da in jedem neuen Gedanken, dass Potential f√ľr neues, echtes Wissen steckt.

Mit “Mainstream & Fake news” und “Verwurzelt im Leben” habe ich solche Aspekte mal in den Raum gestellt. Dass die Gedanken darin neu sind, habe ich an den Reaktionen oder besser gesagt an den fehlenden Reaktionen darauf bemerkt. Menschen, wie schon √∂fters gesagt, m√∂gen neue Gedanken nicht und wenn, dann von Menschen die Gelehrt, Belesen, Wissenschaftler oder Prominent sind. Ein normal Sterblicher kann keine Gedanken haben, die anders und gleichzeitig wahr sind. Ein Lehrer lehrt und der Sch√ľler lernt. Aber kann ein Lehrer deshalb nichts von einem Sch√ľler lernen? Das ein Bettler ein Penner ist, der nichts im Leben auf die Reihe gebracht hat? Das ein armer Mensch, ein dummer Mensch ? Das ein sch√∂ner Mensch angenehmer zu betrachten, als ein “H√§sslicher?” Das Gut immer gut und B√∂se immer b√∂se bedeutet? Das alles was ich im Leben gelernt habe richtig ist? Das neue Gedanken prinzipiell falsch sind und deshalb abgelehnt oder angezweifelt werden m√ľssen? In Frage gestellt. Das machen wir Menschen gerne. In Frage stellen. Ist doch gut? Ja das w√§re gut wenn in Frage stellen hei√üen w√ľrde, da denke ich dr√ľber nach. Aber in Frage stellen hei√üt, weis nicht. Meinst du wirklich. Nee kann nicht sein und Ende. Allein aus dem Gef√ľhl heraus wird abgelehnt. Aber unser Gef√ľhl ist konditioniert. Auf das was wir in uns tragen. Das was uns gelehrt wurde. Aber wird uns nicht allen das Gleiche gelehrt? Wird aus Gleich und Gleich neu? Wie sollte es das? Wenn uns eine Meinung aus dem Konzept bringt, sollten wir uns dann mit dieser Meinung besch√§ftigen oder sie mit unseren “Eigenen” angelernten Gedanken schnell vernichten? Wenn wir alle in die gleiche Richtung denken, die, die man uns beigebracht hat, was geschieht dann mit uns Menschen? Welche Perspektiven besitzen wir dann noch? Wir werden stet¬īs regiert. Menschen regieren √ľber Menschen. Ob nun demokratisch gew√§hlt oder durch Gewalt erzwungen. Das Ergebnis ist immer das Gleiche. Unterdr√ľckung, Krieg, Chaos. Aber denken wir deshalb √ľber ein neues Konzept nach? Nein wir gehen w√§hlen oder m√ľssen w√§hlen oder haben keine Wahl.

Lieber Tausend mal den gleichen Fehler machen, als √ľber neue Konzepte nachdenken. Immer auf der sicheren Seite bleiben. Aber wie sicher ist diese Seite noch? Oder wie sicher war sie jemals? Wenn die alten Gedanken zu nichts Gutem mehr f√ľhren, wird es dann nicht Zeit f√ľr neue Gedanken? Und k√∂nnen diese Gedanken dann nicht mal aus dem Volk kommen? Gedanken von Menschen die jeden Tag sehen was wirklich vor sich geht. Sollte man nicht ihnen endlich mal Geh√∂r schenken? Sie in die Verantwortung einbinden? Was f√ľr ein revolution√§rer Gedanke. Aber den gab es schon oft in der Menschheitsgeschichte. Nur wurde er nie verwirklicht. Warum? Man sollte sich mit ihm auseinander setzen. Ihm zuh√∂ren und ihn einen Weg finden lassen. √Ėffnet man seinen Geist f√ľr neue Gedanken und M√∂glichkeiten, √∂ffnet man sich selbst. Das Leben mit all seinen Fragen und Antworten kann wieder durch einen hindurch flie√üen. Nicht den Kindern die Macht geben. Neuen Gedanken und Ideen. Im Unm√∂glichen die M√∂glichkeit der Ver√§nderung zu erkennen sollte das Ziel sein. Probleme verwalten kann nicht mehr der Weg sein. Dazu haben wir Menschen schon zu viel zerst√∂rt. In der Erneuerung das Positive sp√ľren und sehen kann nur unsere Zukunft sein. Aber mit neuen Gedanken. Menschen sind so kreativ, strebsam, emotional, Harmonie s√ľchtig, der Liebe verfallen. Warum nutzen wir diese Sch√∂pferkr√§fte nicht f√ľr ein neues Menschenbild?

header image by unsplash. Michael Weidner

12 thoughts on “Wer bist du, das du dich wagst?

  1. Lieber Robert, mir begegnen jeden Tag Menschen die neue, frische Ideen, W√ľnsche und Vorstellungen haben. Die sich Gedanken √ľber unsere Gesellschaft machen, bestehende Werte hinterfragen usw.einiges bekommt Anklang und einiges nicht.
    Ich glaube jeder Mensch braucht Zeit, das Gehörte zu verarbeiten sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen, um neue Impulse gut oder weniger gut zu finden, um danach zu handeln.

  2. So viel weniger glaube ich, dass ‚Äěwir‚Äú Menschen zerst√∂ren.
    Es sind die einzelnen, wenigen, der Elite angehörenden. Aber dies ist nur meine private Meinung.

    • Wir zerst√∂ren uns aber selbst, weil wir sie gew√§hren lassen. Es gibt so viele einfache Mittel das zu ver√§ndern. Man muss nur gewillt sein sein Komfortzone aufzugeben. Aber das sind die Wenigsten und das ist noch √ľbertrieben. Es w√ľrde schon reichen nur noch das N√∂tigste einzukaufen. Vier Wochen lang. Alle. Eine Woche geht keiner arbeiten. Was denkst du was im Regierungsviertel los w√§re. Nur reden und Alles, das im Prinzip nichts ist, immer in die Zukunft zu verschieben, l√§√üt unsere Kinder was f√ľr eine Zukunft haben? Aber wenn man das ausspricht steht man schnell alleine. Meckern ja, etwas ver√§ndern? Dann doch lieber weiter wie bisher. Aber wer nicht reagiert, der wird regiert und muss nehmen was ihm hin geschmissen wird. Die Leute aus dem Osten Deutschlands m√ľssen sich doch total verarscht vorkommen. Befreien sich aus einer Diktatur um dann was zu bekommen? Eine politische DDR 2.0.

      • Nat√ľrlich f√ľhlen wir uns verascht und auch noch Hoffnungslos dazu.

        Zudem was du vorschlägst und was meiner Meinung auch richtig wäre, fehlt nämlich eines Рdie Einheit des Volkes. Und die wird von der Regierung gezielt verhindert. Teile und herrsche.

  3. Was ich immer wieder beobachte und als grunds√§tzliches Problem im Denken betrachte, ist die Wahrnehmung der Menschen von Umst√§nden, Gegebenheiten, Verhaltensweisen und gesetzlichen Vorgaben als Naturgesetze, sie erachten diese also als unab√§nderlich. Doch diese sind von Menschen gemacht und k√∂nnen von Menschen auch wieder ver√§ndert, korrigiert, eliminiert werden. Beinahe jeder Gedanke kann auch anders gedacht, hinterfragt und auf seine G√ľltigkeit/Sinnhaftigkeit hin √ľberpr√ľft werden.
    Dieses Erkennen – ich provoziere gerne mit Beispielen bzw. Fragen – f√ľhrt nach der anf√§nglichen Irritation oft zu befreitem Aufatmen.

    • Seit ich hier auf meinem Blog die Themen Klima, Politik, Menschen thematisiere sind die Likes und Kommentare in den Keller gerutscht. Seltsamerweise haben sich aber die Aufrufe verdoppelt. Zeigt es doch, dass die Leute sich daf√ľr interessieren aber lieber nichts dazu sagen. Angst? Unsicherheit? Absicherung? Man weis ja nie. Ich kann es nicht sagen aber Null Antworten zu der Frage, gibt es den Menschen gemachten Klimawandel, heute in MMM, zeigt doch deutlich, dass die Menschen verunsichert sind.

        • M√∂glicherweise aber ich denke die meisten haben das schon f√ľr sich entschieden. Aber sagt man seine Meinung, dann weis man genau das es zwei Lager gibt. So kann schnell ein shitstorm √ľber dich herein brechen. Daher war es schon ein wenig Unfair diese Frage zu stellen.

          • Ich habe dazu nur nichts geschrieben, da ich schon einmal bei dir ausgef√ľhrt habe, dass dies f√ľr mich keine Rolle spielt, also warum es ist wie es ist, wie es sich darstellt. Es ist einfach und wir m√ľssen, jeder f√ľr sich, Dinge √§ndern. F√ľr mich ist das eine Tatsache. Und da fange ich bei mir an.
            Politisch erbost mich die Konzentration auf Klima, weil noch viel mehr unseren Lebensraum versaut. Bei allen Beschl√ľssen hat man die Dollarzeichen in den Augen. Die Umweltzerst√∂rung ist nicht zu bew√§ltigen ohne die sozialen Ungerechtigkeiten zu beseitigen, das aber ist f√ľr die Politiker nicht lohnend. Schlie√ülich wollen sie nach der pol. Karriere einen gut dotierten Job in der Wirtschaft. Ein Generalstreik w√ľrde den Willen des Volkes wirksam unterstreichen. Aber den meisten ist es eine Verbesserung nicht wert, f√ľr ein paar Tage auf Lohn zu verzichten. Ohne Einsatz kein Gewinn m√∂chte ich ihnen entgegenschleudern. Diese Mentalit√§t, f√ľr alles entsch√§digt werden zu wollen, finde ich zutiefst absto√üend. Lieber w√ľrde ich eine Woche auf Essen verzichten, den Strom abschalten f√ľr ein Mindestma√ü an Freiheit. Mehrmals in meinem Leben habe ich √§hnliches auch schon getan. Auf Jobs verzichtet, weil mir die Inhalte zuwider waren z. B. Versicherung und Immobilienwirtschaft). Als Alleinerziehende mit f√ľnf Kindern weitgehend ohne Unterhalt nicht wirklich einfach. Damals gab es auch noch keinen Unterhaltsvorschuss und das Kindergeld betrug 50,-DM f√ľr das erste und zweite Kind, 70,-DM f√ľr das dritte und vierte und 120,- DM f√ľr das f√ľnfte. Ich habe es trotzdem geschafft – ohne mich zu verkaufen.

          • Das ist das gr√∂√üte Problem auf dieser Erde. Dagegen m√ľssen wir etwas tun. Diese Ausbeutung der Menschen. Wie k√∂nnen Milliarden zulassen, dass der kleinste Teil der Menschheit sich die Taschen f√ľllt, Krieg mit uns spielt und sich f√ľr die G√∂tter der Zivilisation halten. Wie Schachfiguren benutzen sie die Menschen und machen sie willig durch Angst vor Krieg und Katastrophen Szenarien. Schau dir die ganzen Fl√ľchtlingsstr√∂me an. Menschen die man vors√§tzlich entwurzelt. Den man falsche Versprechungen macht und deren Wut dar√ľber sich entl√§dt in den Gesellschaften in denen sie eintreffen. Die Verantwortlichen daf√ľr sitzen gem√ľtlich auf ihrem Reichtum und denken sich weiter Szenarien f√ľr die Menschheit aus, mit denen sie die Welt entstehen lassen, die ihren kranken K√∂pfen entstammt.

      • Auch das kenne ich gut. Sobald du dir wagst, etwas zu sagen, was du selber f√ľr wahr h√§ltst, ziehen sich die Meisten zur√ľck, jedoch nur offiziell. Gerade diese lesen mehrfach.

        Wichtig ist f√ľr mich schon lange nur noch, dass ich f√ľr mich selbst schreibe.

        Und immer gibt es auch ein paar Getreue.

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