Bluemooncaffee

New wisdom
Graffiti

Könnte ich nur all die bunten Graffiti sehen, die Menschen auf meine von der Seele gebauten Mauer gesprĂŒht. Kann ich aber nicht. So starre ich auf mein eigenes Gekritzel, das wie Toilettentattoos wirkt. Ich fĂŒhle mich, als sĂ€sse ich, auf einer ToilettenschĂŒssel, einem in eine LitffasssĂ€ule gebautes öffentliches Urinal. In einem Stadtteil dessen Bewohner evakuiert wurden. Sie haben vergessen mich mitzunehmen, da ich ihnen als der Unsichtbare Dritte erschien. Nun sitze ich hier auf der völlig verschmutzen SchĂŒssel und verurteile sie fĂŒr das, was ich mir von ihnen gewĂŒnscht habe. Von meiner Seele blĂ€ttern Erinerungen, gleich Plakaten von den Werbetafeln des Lebens.

Warum können meine TrĂ€nen diese nicht durchnĂ€ssen und somit aus dem Leben tilgen? Ich trĂ€ne trotzdem ganz sanft und leise, in der Hoffnung das man es dadurch nicht als weinen wahrnimmt. Jedem Anruf habe ich den Anruf verweigert. Jetzt bin ich erbost, dass das Verweigern der Annahme, die Verweigerten dazu brachte mich zu vergessen obwohl mein verweigern mich auf diese SchĂŒssel im Urinal brachte. Wenn man nur lange genug alleine lebt, dann konvertiert man zum Eremiten auf der SchĂŒssel. Selbst der eigene Schatten macht sich irgendwann auf und davon, um die Sonne zu suchen. In diesem Moment erfĂ€hrt man den Superlativ von Einsamkeit. Graffiti Separat.

photo Anderson Guerra

Peter H auf Pixabay 

„Der KĂŒnstler ist der Schöpfer schöner Dinge. Kunst zu offenbaren und den KĂŒnstler zu verbergen, ist die Aufgabe der Kunst. Ein Kritiker ist, wer seinen Eindruck von schönen Dingen in eine andere Form oder in einen anderen Stoff zu ĂŒbertragen vermag.“

Unbekannt

1 thought on “Graffiti

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