Bluemooncaffee

New wisdom
Zeit

Die Zeit ist ein gar d├╝sterer Gestell. Zeitlos f├╝r uns Menschen gibt es das nicht mehr. ├ťberall wacht eine Uhr ├╝ber uns. Unsichtbar. Wir f├╝hlen sie in jedem Moment und haben uns diesem Meister untergeordnet. Sie beherrscht Jeden und Alles. Das Wort zeitlos k├Ânnen wir getrost streichen. Gibt es doch nur in einer l├Ąngst vergangenen Zeit. Unser aller Zeit ist begrenzt durch einen anderen Gesellen. Den Tod. Wie ├╝ber die Zeit, so k├Ânnen wir auch nicht ├╝ber ihn bestimmen. Zeit ist auch nicht der Heiler aller Wunden. Mit der Zeit vergessen wir nur, dass die neue Zeit, die alte Zeit abgel├Âst. Daher ist Zeit hier auch nur der Verdr├Ąnger. Was die Zeit immer ist. Sie verdr├Ąngt durch ihr dichtes Netz, das wir alle um uns sp├╝ren.

Zeit ist aber nur eine Illusion. Geschaffen durch den Menschen selbst. Auch schon der Neandertaler hat sich unbewusst einer Zeit untergeordnet. Der vom Auf,- und Untergang der Sonne. Nein, nicht das Universum gibt diese Richtlinie Zeit vor. Wir Menschen haben diese geschaffen, um uns abh├Ąngig zu machen, von einer universellen Wahrheit die gar keine ist. Wir Menschen haben die Zeit kreiert und nicht das Universum auch wenn wir das gerne glauben m├Âgen. In den Tag leben, diesen Satz benutzen wir Menschen, um auszudr├╝cken ohne Zeit zu leben. Aber Tag ist auch ein Begriff der Zeit. Ist es uns ├╝berhaupt noch m├Âglich ohne Zeit zu leben? M├Âglich schon aber es wird recht schwierig werden. Dazu m├╝sste man aus dem fahrenden Zug Zeit/Mensch abspringen. Also uns aus unserem bisherigen Leben verabschieden. Keine Arbeit mehr, keine Schule, kein Supermarkt der nicht 24 Stunden am Tag ge├Âffnet hat.

Keine Z├╝ge oder Sta├čenbahnen nutzen und auch das Flugzeug ist tabu. Sie alle haben Zeitvorgaben. Aufh├Âren in zeitlichen Begriffen zu denken. Kein Tag, keine Nacht und keine Uhrzeit. Wobei sich auch die Frage stellt, ist Sonnenaufgang und Sonnenuntergang auch eine zeitliche Begrenzung? Mit Sicherheit darum darf auch das kein Aspekt mehr sein in unserem neuen zeitlosen Leben. Auch wenn ich mich von jeder Konstante der Zeit verabschiede, so bleibt eine immer bestehen. Meine Lebensspanne. Das ist eine universelle Zeitvorgabe an der ich absolut nichts ver├Ąndern kann. Da wir Menschen die Zeit ja schon ins Leben gerufen haben. So sehr ich auch ohne Zeit zu Leben versuche, dass Wissen um sie kann ich nicht vergessen. Schon gar nicht im Bezug auf den Tod.

Zumindest so lange bis wir Menschen Gott spielen k├Ânnen. Das kommt auch in fernen Tagen. Bis dahin m├╝ssen wir sterben. Wobei ich mir eine Welt ohne das Sterben makaber vorstelle. Wohin mit den ganzen Unsterblichen? Da hei├čt es schnell einen neuen bewohnbaren Planeten finden.

undefined Zeit der Herrscher ├╝ber uns alle.

Durch den Begriff Zeit haben wir Menschen unser Lebensspanne selbst begrenzt. Ohne diesen Begriff Zeit w├╝rden wir ewig Leben auch wenn wir sterben m├╝ssen. Wir k├Ânnten unserem Leben ohne Zeit kein Ende geben. Das w├Ąre zu abstrakt. Das Universum kennt den Begriff Zeit nicht. Es lebt vor sich hin und fragt nicht nach morgen. Sterne entstehen und Sterne vergehen. Werden wieder geboren um irgendwann wieder zu vergehen. Liegt darin die Unsterblichkeit? Die Kirche, die Christliche erz├Ąhlt uns von ihrer Ansicht ├╝ber Unsterblichkeit. ├ťber den Himmel in den wir kommen. Das Paradies. Durch ein Entgeld Namens Kirchensteuer. Aber lassen wir das Geld mal weg. Noch so ein Geselle der uns den Tod bringt. Der Himmel. Teil des Universums zumindest aus menschlicher Sicht. Wir kommen nicht aus dem Staub aber aus den Atomen. Davon gibt es eine unendliche Zahl . Nicht einmal ein giganto mega ├╝ber krasser Computer w├Ąre f├Ąhig ihre Zahl im Universum zu berechnen. Das ist wahre Unendlichkeit. Dann ├╝berlebt unser K├Ârper und nicht unsere Ich? Woraus besteht unser Geist? Unser Ich? Sind wir wieder bei der Energie. Aber ist Energie nicht endlich? Verbrauchte Energie erneuert sich nicht. Es bildet nur neue Energie. Verbrauchte Energie ist weg. Was hei├čt das f├╝r unsere angeblich unsterbliche Seele?

Was macht die Endlichkeit mit uns? Wir verdr├Ąngen sie. Haben keine Lust uns mit ihr zu besch├Ąftigen. Sie macht uns Angst. Wie Krankheit, Unfall, Friedh├Âfe und Krankenh├Ąuser. Da lauert ├╝berall der Tod. Wir m├Âgen den Tod nicht und doch haben wir ihn mit der Zeit erst zum Tod gemacht. Wir haben uns sozusagen, das eigene Grab geschaufelt. Zumindest was unsere Gedanken angeht. Wir wissen um unsere Endlichkeit und das ist die Schaufel zum Grab. Wie w├╝rde das Leben auf unserem Planeten aussehen g├Ąbe es keine Zeit? H├Ątten wir nie von ihr geh├Ârt? Das zu beantworten w├╝rde wohl alle Fantasie und Zeit ben├Âtigen. Zeit die uns angeblich nicht zur Verf├╝gung steht. Eines aber ist sicher ohne Zeit w├╝rden wir alle viel ges├╝nder sein. Zeit ist gleich Stress. Keine Zeit (im Sinne von es gibt keine Zeit), ist gleich, kein Stress! Zeit ein einfaches, kleines Wort mit einer Macht, die alles menschliches Leben bestimmt. Zeit, Geld, Tod das Dreigestirn der Macht ├╝ber uns alle.

Winter Abschieds Dessert

Elemente:

  • 3 ├äpfel 
  • 60 g Amarettini 
  • Zitronenmelisse 
  • 40 g Zucker 
  • Saft und Abrieb von einer Limette Bio ­čÖé
  • 1  Zimtstange 
  • 700 g griechischer Sahne-Joghurt 

Gestalt geben:

├äpfel sch├Ąlen, Vierteln. Aus zwei Viertel, jeweils 4 Spalten zum dekorieren machen. Rest in grobe W├╝rfel schneiden. Amarettini mit Mixer zerbr├Âseln. 8 f├╝r Deko behalten. Melisse bl├Ątter von den Sielen zupfen. Einige f├╝r Deko aufheben, Rest in Streifen schneiden.

Zucker in einer Pfanne karamellisieren. Mit Limettensaft abl├Âschen, Apfelw├╝rfel und Zimt zugeben und 10 Minuten k├Âcheln Kalt werden. lassen, Zimtstange entfernen.

Amarettini, Zitronenmelisse und Limetten Abrieb unter den Sahne Joghurt mischen. Eine Schicht Sahne Amarettine Joghurt in die Gl├Ąser f├╝llen, Apfelmischung darauf geben und dar├╝ber wieder eine Schicht Sahne Amarettini Joghurt.geben. Mit Amarettini, Apfelspalte und Melisse verzieren

Dazu einen aromatischen Chai Tee reichen, der das Zimtaroma unterstreicht. Ein letzter hei├čer Gru├č, an den weichenden Winter, der nach getaner Arbeit, seinen Winterschlaf verdient hat. Bis dann, eisiger Geselle.

Vom Winter in den Fr├╝hling geht┬┤s.

34 thoughts on “Zeit

  1. Hallo Robert.
    ├ťber die Zeit habe ich auf H&V mal ein Gedicht geschrieben.
    Dein Text passt da wieder einmal recht gut zu.
    Auch dein Rezept klingt heute sehr lecker.
    Ich hoffe du hast heute etwas Zeit um das sch├Âne Wetter zu genie├čen.
    LG, Nati

  2. Es ist m├Âglich, in der Zeit nicht den Feind wahrzunehmen, sondern sie sich zum Freund zu machen. Mit dem Universum zu schwingen und damit innerhalb der Zeit zu sein, ohne dass sie mich stresst. Denn Aufhalten l├Ąsst sich nichts, alles geht seinen Weg, wird und vergeht. Ersteht wieder und nimmt aufs Neue seinen Lauf.

    Ich glaube an die Ewigkeit einer Art Seele oder eines Bewusstseins. Ein Teil davon bin ich als Marion in diesem Leben hier auf der Erde. Erlebe mich zwar oft getrennt davon, bin es aber nicht. Ich spiele dieses Spiel der Zeit mit, aber sie ist mein Freund, auch wenn es manchmal herausfordernd ist mit ihrem linearen Verlauf in eine Richtung zurecht zu kommen und ihre Zeichen auf meiner Haut, an meinem K├Ârper und Antlitz zu sehen. Bei meinem Tod werde ich wieder eins mit dem Bewusstsein, bringe meine Erfahrungen mit ein. Oder h├╝pfe in ein weiteres Abenteuer, die mir ein Weiterlernen erm├Âglichen.

    • Was nach der menschlichen Zeit kommt werden wir sehen oder auch nicht. Fakt ist das Zeit uns Leben raubt. Egal wie wir mit ihr umgehen. Zeit ist zur Optimierung geworden. Ein Chef vor vielen Jahren hat mal zu mir gesagt. du musst x-Stunden f├╝r mich arbeiten, sonst mache ich kein Profit mit dir. Das hat mir zwei Sachen gelehrt Wie krank unser Arbeitsleben ist.Wie Menschen ├╝ber Menschen anfangen zu denken wenn es um Geld geht. Ich habe mich dann Selbstst├Ąndig gemacht. Wenn ich schon Zeit investiere dann in mich selbst.

      • Ja, wir werden es sehen oder auch nicht. Es gibt Glauben, Wissen und inneres Wissen. Letzteres l├Ąsst uns glauben. Glauben erm├Âglicht zu vertrauen. In das Leben, in die Liebe, in die Welt, in die Zeit…

        Zeit gibt uns auch Leben (es ist wie mit dem halb leeren oder halb vollen Glas, die Sichtweise macht den Unterschied). Mit jedem Atemzug, mit jedem Wimpernschlag… Wenn du oben auf dem Berg stehst und von der Morgenr├Âte Sch├Ânheit, die die Welt ├╝berzieht, so ├╝berw├Ąltigt bist, dass du eins wirst mit allem um dich herum, dann steht die Zeit wie still, du bist einfach… Der Moment dehnt sich aus…

        Die Betrachtung von Zeit in Verbindung mit Geld und Optimierung, wo der Mensch und Menschlichkeit nicht mehr z├Ąhlen, ist menschenverachtend. Es ist eine Sichtweise. Und es gibt andere Sichtweisen. Du hast eine davon f├╝r dich gew├Ąhlt.

        Ich w├╝nsche dir einen friedlichen Sonntag mit viel gef├╝hlter Zeit f├╝r dich, so dass er sich wie eine kleine Ewigkeit zur Erholung und Entspannung anf├╝hlt.

        • Ich pers├Ânlich besch├Ąftige mich nur noch mit der Zeit, wenn es unbedingt erforderlich ist Ansonsten mache ich mir keine Gedanken mehr darum. Ich hatte diesen Artikel auch v├Âllig anders schreiben k├Ânnen aber das w├Ąre dann aus Gesellschaftlicher Sicht unwahr. Daher ist er das was er jetzt ist.

      • Er ist jetzt das, was viele genau so wahrnehmen und erleben. Und darum hilfreich. Menschen f├╝hlen sich erkannt und verstanden und halten einen Moment inne, um dar├╝ber nachzudenken.

    • Der Klimawandel findet schon lange statt. Auch wenn sie es immer weiter diskutieren. Und er wird noch ganz andere Ausma├če annehmen. Langsam aber stetig. F├╝r unsere Generation wird es noch angenehm sein. Alle weitere Generationen werden noch viele ├ťberraschungen erleben.

  3. “Energie erneuert sich nicht, sie bildet nur neue Energie” kleine Erg├Ąnzung noch von mir Robert:
    Energie wandelt sich um. Ich bin der festen ├ťberzueung, dass in diesem Universum nichts verloren geht.

    Deinen Ansatz “was w├Ąre wenn” die Welt ohne Zeit….fand ich sehr interessant, gibt meinen Gedankenzellen Input….

    • Energie geht verloren. Und in was sollte sich verbrauchte Energie umwandeln? Menschen neigen dazu im verloren gehen, den Tod zu sehen und der muss nat├╝rlich in Abrede gestellt werden. So lebt es sich leichter. Daher macht vielen tot ist tot Angst. Wir m├Âchten weiter existieren. Daher auch der Glaube an Religionen und G├Âtter. Sie alle beruhen nur auf dem Glauben und doch sind sie f├╝r viele realistischer als der Tod. Da wir uns es w├╝nschen. Auch ich f├Ąnde es toll als Seele weiter zu existieren. Aber nur wenn ich noch w├╝sste wer ich war und bin. Als Wissen f├╝r andere zu dienen ohne ein Selbst, mein Ich, brauche ich kein Paradies oder was auch immer.

      • Energie geht nicht verloren. Das wei├č ich noch aus der Physik “Energieerhaltungssatz”. Sie wandelt sich um, auch verbrauchte Energie. Es gibt aber tats├Ąchlich eine “Hierarchie der Energieformen”.

        • Wenn ich mit dem Auto fahre, hat das so lange Energie bis der Sprit aus geht. Danach f├Ąhrt das Ding keinen Meter mehr. Ihm fehlt die Energie. Jetzt versuche mal die verlorene Energie aus der Luft zu filtern und damit das Auto wieder fahren zu lassen.Die Energie ist verbrannt und weg. Und nichts und niemand kann sie wieder herstellen oder benutzen. Die Schadstoffe daraus sind nur ein Abfall Produkt. Dann sollen sie mir mal erz├Ąhlen in was sich die verlorene Energie umgewandelt hat. Und bitte ohne Philosophisch zu werden.

          • Ich brauche nicht philosophisch zu werden.
            Benzin verbrennt, dadurch entsteht W├Ąrme, dadurch entsteht Bewegungsenergie…es ist ein Kreislauf.

  4. Du stellst eine Frage in den Raum, die dir kaum einer beantworten wird k├Ânnen …
    Zeit ist ein relatives Konstrukt, das wir einerseits beherrschen, andererseits von dem wir beherrscht werden … wir k├Ânnen nicht immer raus, aufgrund der Gepflogenheiten, beeinflussen uns damit selber …

    ABER sobald wir mal begreifen, dass wir am richtigen Weg sind, dann lernen wir auch die Zeit f├╝r uns zu nutzen …

    Warum sonst gehen so viele Glaubensrichtigungen von Wiedergeburt aus? Wie tragen die Dinge in uns – und haben somit alle Zeit der Welt uns zu entwickeln – und geht es nicht im Grunde darum?

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