Path of enlightenment

Wir sehen die Welt in Farbe. Bunt bis grell oder doch in Schwarz/Weiß. Augen schenken uns das Licht in unserem Inneren. Kein Licht und alles ist dunkel in uns. TrĂŒbsal erzeugt keine Heiterkeit und doch besitzen wir die FĂ€higkeit im Dunkeln sonnige GefĂŒhle zu haben. Unser Ich, das ganz am Anfang seiner Entstehung noch völlig auf sich gestellt war, kannte seine Bedeutung noch nicht. Alleine ohne uns musste es lernen sich selbst zu sein. In einem Kopf ohne Gedanken den Mensch neu erfinden. Jede Information die auf diese Leere traf redet uns etwas ein. Keine Ahnung habend wird es abgespeichert fĂŒr die kommenden Ich-Zeiten. Egal wie wahr oder unwahr die Information auch gewesen mag. Ein leerer Kopf und das Leben als Lehrer. Parolen und Dogmen als stete Begleiter, gaben uns die Aufgabe nicht zu verzweifeln. Nicht das dies einfach gewesen wĂ€re. Denn eines Tages hat das Ich eine Erkenntnis. Sagen wir zwei Erkenntnisse. Zuerst bemerkt es, dass Ich sein bedeutet, die FĂŒllung des ehemals leeren Kopf, gefĂ€llt mir nur in Teilen. Zum Zweiten erkennt Ich, daß es sich selbst nicht wirklich kennt. Die Situation wird von einem Moment auf den anderen zu einem schwebenden Zustand. Wir möchten so gerne Ich sein und erkennen das eigene Ich nicht. Wie ein Irrlicht flackert unser ganzes Wesen. Vergangenheit und Gegenwart sollen die neue Zukunft bilden. Wie schafft man Zukunft ohne Wissen ĂŒber das Ziel. Ohne Wissen ĂŒber den Weg. Man weiß nur das man etwas will und nicht einmal dieses Etwas vermag man zu definieren. Man hat nur ein GefĂŒhl und diesem wird man folgen. Aber wir Menschen sind nicht gerade Experten was unsere eigenen GefĂŒhle angeht. Irrlichter und Geister vereinigen sich zum ultimativen Chaos. Spirituelle Fragen kommen auf und dort bleiben sie auch erst mal. Eine lange, lange Zeit. Etwas so lange bis wir begreifen, dass wir die Geister die wir nicht riefen anhören mĂŒssen. Tief im Dunkeln sitzt der Teil des Ich das nach uns sucht.

Tief in uns vergraben. Begraben von gelernten Zweit-ich. Das Ich das uns stĂ€ndig voll quatscht. Ununterbrochen redet es um unser echtes Ich mundtot zu machen. Es hĂ€lt es gefangen weil es seiner eigenen Freiheit fĂŒrchtet. Seine Freiheit bedeutet aber fĂŒr uns, dass Leben selbst in die Hand nehmen zu mĂŒssen. Gelerntes weitesgehens zu ignorieren und den Mut zu finden fĂŒr unser Selbst und unsere eigenen Sichten gerade zu stehen. Möglicherweise gegen unser Gesellschaftssystem zu sein. Worte zu sprechen die niemanden außer dem Selbst gefallen. Gegen die Familie und Freunde zu sprechen. Möglicherweise alles zu verlieren um sich selbst zu finden. In uns zu hören um anfangen die richtigen Fragen zu stellen. Unseren GefĂŒhlen Gehör, VerstĂ€ndnis und Zeit zu schenken. Ich sein ist nicht einfach Ich sein oder doch? WĂ€re es dann so einfach. Ich bin was ich gelernt habe? Das ist mein Selbst? Gewiss nicht. Ich bin mehr als mein Wissen. Mehr als die Interpretation von Anderen und mehr als der kurze Blick auf mein Selbst. Ich bin ohne Frage außergewöhnlich. Nicht auf die gesellschaftliche Art. Auf meine Art. Außergewöhnlich durch meinen Lebensweg. Meine Handlungen und Ansichten. Durch mein stĂ€ndiges Bestreben mich zu verbessern. Nicht fĂŒr Andere. FĂŒr mich. Die Version von mir zu schaffen die ich sein möchte. Heute und dann Morgen. Danach alle Tage. Ich bin kein Irrlicht denn ich weiß wer ich bin. Ich kenne mein Ich nicht einfach. Ich bin mein Ich. Ich weiß das ich scheitere und ich weiß das ich gewinne. Nichts davon aber interessiert mich wirklich. Denn Scheitern und Gewinnen sind nicht meine Lebensziele. Sie sind Produkte aus dem Leben unserer Gesellschaft. Nichts persönliches. Angewandte Statistiken einer Gesellschaft. Mein Sieg wĂ€re deine Niederlage und meine Niederlage dein Sieg. WĂ€re ich nicht dein Feind wĂŒrde ich so denken? Ich kenne dich ja nicht einmal. Bist du das Rezept das sie mir verordnen? “Lebe all deine Krankheiten an ihnen aus. Sie werden das Gleiche mit dir veranstalten. Aber ich bin mein eigener Arzt. Ich brauche keine fremden Krankenscheine und Rezepte. Die schreibe ich mir selbst aus wenn nötig. Ich habe mich geheilt, in dem ich gesellschaftliche Werte durch meine ersetzt habe. Frei sein heißt die eigene Geschichte schreiben und alte Co- Autoren im letzten Licht des Tages verschwinden zu lassen.

Photo Retha Ferguson, pexels

BMC Schau dich auf meinem Blog um. Du wirst bestimmt ein paar Dinge finden, die dich interessieren werden. Mein Blog ist das Gegenteil von Statik. Er verĂ€ndert sich laufend und du kannst daran teilhaben wenn du ihn besuchst. Viel Spaß dabei.

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