Flüsse des Licht

Könnte die Liebe sprechen, wären ihre ersten Worte, halt einfach deinen Mund.

BMC


Spüre ihre Nähe und die so berauschende Wärme ihres Körpers.
Hände halten ihre Hüfte, gerade so als möchten sie diese nie mehr frei geben. Dunkles Haar berührt mein Gesicht und ich atme ihren Duft tief in mein Innerstes. So stehe ich vor ihr und doch befinde ich mich in einer anderen Welt. In einer anderen Zeit. Auf einem anderen Planeten. Ich liebe dich, dessen war ich mir nie so gewahr wie in diesem Moment.
Liebst sie mich? Diese Frage stellt sich mir nicht. Körper schmiegen sich enger aneinander. Musik dringt in mein Ohr zu der sie leise summt. Zart berührt mich ihre Stimme.
Sie tanzt mit mir in der Dunkelheit. Einer Dunkelheit die durch nichts erhellt, außer dem Leuchten unserer Herzen. Ich höre sie sprechen, doch ich verstehe ihre Worte nicht. Meine Gedanken sind zu weit weg und ihr so nah. Dort ist ein Flüstern. Das Flüstern ihrer Seele in der Meinen. So warten wir ganz aufgeregt. Anmutig hebt sie ihr wundervolles Antlitz von meiner Schulter und blickt in meine Augen. Mit Augen denen ich mich nicht zu entziehen vermag. Die Zeit steht wieder still.


Magie liegt in der Luft. Eine Magie, tausende Jahre alt und doch so neu. Neu in diesem Augenblick. In diesen so zeitlosen Sekunden.
Mit meiner Hand berühre ich ihre Wange. Ihre Augen schließen sich für einen Augenblick.
Fast hätte ich die Hand wieder weggenommen, doch sie betrachten mich schon wieder. Etwas steht im Raum und wartet. Es wartet voller Ungeduld und Verlangen. Ich warte und sie wartest .Ich möchte nicht aufhören mit diesem süßen Warten.
Warten als Freude, Warten als Glück, Warten in Gestalt von Gefühlen die gelebt werden möchten. Ihr Mund leicht geöffnet, so das ich ihren Atem auf meiner Haut spüre. Ganz nah. So vertraut und so fremd Der erste Kuss: Er wartet.
Es ist ein Warten ohne Ungeduld, ein glückliches Warten.
Ein Warten das sich jetzt dem Ende nähert. Wie von Magie beseelt bewegen sich unsere Lippen aufeinander zu. Näher, immer näher. Ein kleines kaum merkliches Zögern und dann die Berührung.
Weich, sanft und süß. Fast schon überirdisch. Ein Geschmack den ich nicht zu beschreiben vermag. Ich spüre ihre Lippen auf meinen Lippen. Es ist so berauschend. Die Welt hat sich verabschiedet. Wohin auch immer. Um mich herum ist Nichts. Es gibt nur sie und mich und einen Kosmos in dem sich sonst nichts befindet. Irgendwann endete der Kuss. Nicht das ich es gewollt hätte. Einfach weil es geschah.
Langsam kommt das Leben zurück. Die Musik ist wieder da. Ich tanze immer noch. In meinem Kopf und mit meinen Füßen. Ich möchte nichts hören von zurück in die Realität. Ich möchte nichts hören von morgen. Jetzt, genau Jetzt muss es bleiben .Auch wenn sich die Zeiger der Uhr weiter drehen. In diesem Augenblick, möchte ich den Rest meines Lebens verbringen.
An ihrer Hand, in ihren Armen, in ihrem Herz. Mein Herz in ihrer Hand und ihr Herz in meiner Brust. Liebe ist kein Wort, Liebe ist ein Teil unseres Herzens, unserer Seele .Liebe schützt vor der Realität und Liebe verzaubert. Liebe ist sein ganz eigener Kosmos, den nur du selbst zerstören kannst. Ich sehe sie an. Ich möchte sie halten und ihre Nähe spüren .Denn ihre Nähe ist Liebe, ihre Nähe ist Vertrauen, ihre Nähe ist Wärme. Nähe der Garant ür eine ewig währende Liebe. Vergiss aber nie, das alles seine Grenzen hat, wenn man sein Herz nicht öffnet.

Photo Pixabay, pexels: Gif by GIPHY

BMC Schau dich auf meinem Blog um. Du wirst bestimmt ein paar Dinge finden, die dich interessieren werden. Mein Blog ist das Gegenteil von Statik. Er verändert sich laufend und du kannst daran teilhaben wenn du ihn besuchst. Viel Spaß dabei.

20 thoughts on “Flüsse des Licht

  1. Das hast du aber schön geschrieben 🙂 Ich kenn das Gefühl genau, dass man so lachen möchte, dass es sich völlig drüber und idiotisch anhört und sich ausbremsen muss, damit man sich nicht so anhört 🙂 Herrlich!

  2. Unglaublich, wie du das in Worte fassen kannst. Mir gefällt auch Dein letzter Satz: Vergiss aber nie (oder auch… sei Dir immer bewusst), das auch die Ewigkeit eine Grenze hat. Das erinnert mich an 2 Weingläser, die in meinem Schrank stehen. Mit der Gravur: M & W forever.
    Wunderschön Robert!

      • Im Falle von “bitter sweet” scheint mir, es ist eine von den Medien häufig so dargestellte bzw. glorifizierte und vielfach auch so erlebte Art von Liebe. Ich glaube das bitter sweet ist oft dabei, weil wir der Liebe, um sie zu erleben, unser Herz öffnen. Und da drin ist nicht nur Eitel Sonnenschein gespeichert, da ist oft auch Schmerz abgelegt. Und bei der Gelegenheit der Herzöffnung kommt der oft mit hervor. Wir werden daran erinnert. Manchmal wiederholt es sich auch, dass wir verletzt werden, das ist das Risiko der Herzöffnung, das nicht vermeidbar ist. Wenn die Liebe aber beständig ist, wenn sie Vertrauen einflößt, wenn sie immer neu ersteht zwischen zwei Menschen, dann kann sie vieles heilen in unserem Herzen.

        • Ich denke, da das geliebt werden müssen, in unseren Genen abgelegt ist, hat der Mensch es schwer sich von diesem Zwang zu befreien. Dazu muss man sich selbst werden. Sich bewusst machen das man kein bedürftige Kind mehr ist. Hört sich seltsam an, ist aber ein immens wichtiger Schritt um der Liebe eine Perspektive zu geben.

      • Jeder Mensch braucht Liebe, aber suchtartig danach zu suchen ist etwas, das man mit der Zeit abschwächen kann, indem man selbst gut für sich sorgt. Auch für das verletzte Innere Kind gilt es als Erwachsener selbst Veranwortung zu übernehmen. Denn kein wie auch immer geartetes Gegenüber kann es heilen, das muss ich selbst tun. Auch wenn ein liebevolles Gegenüber dabei sehr hilfreich und unterstützend sein kann.

        Ich denke, wir benutzen unterschiedliche Worte dafür, meinen aber im Grunde das gleiche.

      • Aufgrund der Sektenerfahrung hatte ich immer den Eindruck, das größte Übel der Menschheit liegt in den Grenzen in den Köpfen. Aber ich musste feststellen, auch wenn ich die Sekte verließ, trage auch ich Grenzen im Kopf. Daran zu arbeiten diese zu hinterfragen, erweitern und fallen zu lassen ist mitunter gar nicht einfach und braucht auch Zeit und viele Gespräche bzw. Austausch.

        • Genau, mit dem Austausch fängt alles an. Darum bin ich ja immer für Blog übergreifende Zusammenarbeit. Wenn viele Blog in eine Richtung arbeiten dann schafft das Aufmerksamkeit Das ist was man in der Gesellschaft braucht. Aufmerksamkeit dann kann man Veränderung herbei führen.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: