Taxi

Taxi das Kurzwort von Taxameter, ist ein Fahrzeug das Menschen von A nach B befördert. Wir Menschen sind Àhnlich diesen Fahrzeugen. Wir stehen entweder als Fahrer oder als Fahrgast an einem Taxistand. Wir lassen andere Menschen in unser Taxi einsteigen und nehmen sie eine mehr oder weniger lange Strecke mit uns mit.

Manchmal werden wir um das Fahrgeld geneppt und ein anderes Mal lassen wir den Gast frei mitfahren. Wir achten mehr oder weniger darauf wen wir einsteigen lassen. Auch gibt es Menschen die wir liebend gerne einsteigen lassen möchte aber sie verweigern uns die Mitfahrt. Durch die geöffnete TĂŒr kommt nur ein kalter Wind, der uns selbst im Sommer die Heizung anschalten lĂ€ĂŸt.

Manche Leute hinterlassen einen Haufen MĂŒll in unserem Taxi. Sie benehmen sich wie betrunkene, randalierende FahrgĂ€ste. Sie haben keine Achtung vor der Ausstattung unseres Taxi. Mit verschlissenen Sitzen und voll gemĂŒllt hinterlassen sie das Taxi. Entweder nach dem Rauswurf oder sie stehlen sich ohne die Rechnung beglichen zu haben aus unserem Wagen.

Wir brauchen lange um das Chaos zu beseitigen, um das Vertrauen zu gewinnen, unser TĂŒr am Taxi wieder zu öffnen. Die Spuren können wir aber nie ganz beseitigen. Beim nĂ€chsten der einsteigt weisen wir auf den Sicherheitsgurt hin. Wir selbst schnallen uns so fest wie möglich an und ĂŒberprĂŒfen den Airbag drei mal. Der neue Fahrgast sieht die Spuren, sieht unsere Angst oder er sieht das Alles eben nicht. Er akzeptiert und versteht die Blessuren oder er steigt einfach wieder aus.

NatĂŒrlich besitzen alle Menschen ihr eigenes Taxi. Daher steigen wir auch möglicher Weise, in ein uns fremdes Taxi. Hier fahren wir nicht selbst. Bestimmen und kennen die Richtung nicht. Auch haben wir keine Ahnung vom Preis, den wir fĂŒr diese Fahrt bezahlen werden. GefĂ€llt uns die Fahrt lehnen wir uns zurĂŒck und genießen diese. So lange bis der Sprit ausgeht oder uns die Rechnung zu groß wird.

Manchmal wechseln wir zusammen die Taxi. Jeder fĂ€hrt und jeder ist Fahrer.GefĂ€llt uns nicht was wir sehen, steigen wir nicht gleich aus. Wir lösen den Sicherheitsgurt. Fangen an im Taxi zu essen und trinken. Wir krĂŒmeln und bewĂ€ssern den Gastraum. Werfen den MĂŒll in eine Ecke und dieser fĂ€ngt an zu stinken. Wir fĂŒhlen uns immer weniger wohl und versuchen ans Steuer zu gelangen. Dabei fĂ€ngt das Taxi an zu schlingern. An irgendeiner roten Ampel springen wir aus dem Taxi oder werden am Taxistand wieder abgesetzt.

Unsere Spuren sind im Taxi deutlich zu sehen aber wir sind nicht mehr da und können sie somit auch nicht mehr sehen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Wir alle verursachen Scherben und wir alle rĂ€umen auch Scherben weg. Möglicherweise sollten alle Fahrer/innen des öfteren in den RĂŒckspiegel schauen. Mal Rechts ran fahren. Die Waschanlage öfters benutzen und das Taxameter abstellen, wenn wir das GefĂŒhl haben angekommen zu sein.

BMC Schau dich auf meinem Blog um. Du wirst bestimmt ein paar Dinge finden, die dich interessieren werden. Mein Blog ist das Gegenteil von Statik. Er verĂ€ndert sich laufend und du kannst daran teilhaben wenn du ihn besuchst. Viel Spaß dabei.

photo Jake Heinemann, pexels

12 thoughts on “Taxi

  1. Guten Morgen Robert.
    Ich bin immer wieder fasziniert von deinen Texten.
    Ich wĂŒnsche dir dass dein Taxi weiterhin ohne allzuviel MĂŒll und Blessuren durchs Leben fĂ€hrt.
    LG, Nati

  2. In SchÀtze stöbern ist gut.
    Auch wenn die schlechteren trotzdem immer dabei sind.
    Danke dir, hab du auch einen schönen Tag.

    P.S. Ich hoffe dein Restaurantbesuch war gestern schön und lecker.
    LG, Nati

  3. Da hast du aber, mit dem gelben Mobil, echt starke VerknĂŒpfungen mit dem wahren Leben genommen. Dein Beitrag hat mit sehr gut gefallen. Ich tanze uebrigens gerne im Auto, d. h. ich bewege meinen Oberkörper. 🙂 Tete

  4. Was fĂŒr ein faszinierender Vergleich. Ich bin ganz hin und weg. Das ist wieder so ein Text in dem ich baden könnte. Reinspringen und sich wohl fĂŒhlen.
    Habe 2 Tage keine Zeit fĂŒr die Blogwelt und alla posten doppelt so viel wie gewöhnlich.

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