Ein Gedanke verändert die Welt
Die Weisheit eines Menschen misst man nicht nach seinen Erfahrungen, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen.

George Bernard Shaw

Es gilt unter uns Menschen, sich selbst zu sein ist gefährlich. Offen zu zeigen wer und wie man ist davor haben viele Menschen Angst. Warum frage ich mich? Warum hat man Angst sich selbst zu zeigen? Rockstars und Schauspieler machen das. Die müssen das sogar. Letztendlich will man ja wissen wen man da so verehrt oder anhimmelt. Die sogenannten Rockstars und die so gefeierten Schauspieler sind aber nicht sie selbst. Sie spielen Rollen und die meisten verlieren sich darin. Glauben irgendwann selbst etwas besonderes zu sein. Bis der Erfolg ausbleibt. Oder der Erfolg zu groß wird. Dann plötzlich werden sie wieder zu Menschen und erkennen das sie selbst nichts mit der Figur zu tun haben, die sie all die Jahre gespielt haben. Denn auch Rockstars, wie Schauspieler schützen sich selbst und ihr Privatleben. Auch sie möchten nicht das man erkennt wer sie wirklich sind. Man sollte nicht vergessen das sie vor ihrer Karriere auch nicht anders waren wie du und ich. Auch sie haben ihre Fehler, ihre Schwächen, ihre Ängste. Die verschwinden nicht einfach mit dem Erfolg. Sie treten nur zurück und warten auf ihren Moment. Menschen scheuen sich ihre ganze Persönlichkeit offen zu legen. Sie möchten nicht erkannt sein. Das macht angreifbar. Man könnte verletzt werden. Ehrlich gesagt scheint es auch eine Art Hobby, in der westlichen Welt zu sein, Menschen fertig zu machen. Viele empfinden dabei Spaß und Freude. Andere leiden zu sehen, sie zum weinen bringen. Sie fühlen sich dann mächtig und überlegen. Das sie ganz arme Würstchen sind, fällt ihnen spätestens dann auf, wenn sie einem über den Weg laufen, der dass Spiel besser beherrscht als sie selbst. Dann ist das Wehklagen groß. Selbstbewusste Menschen können sie nicht ertragen. Die machen ihnen Angst, da es sie an ihr nicht vorhandenes Selbstbewusstsein erinnert. Selbstbewusste Menschen machen Dinge außerhalb der vorgegebenen Grenzen. Sie scheren sich nicht um dummes Geplapper, nehmen es noch nicht einmal zur Kenntnis. Sie sagen was sie zu sagen haben. Sie leben was immer ihnen gerade in den Sinn kommt. Sie sind nicht berechenbar und damit gefährlich. Mir stellt sich die Frage, warum haben die meisten Menschen Angst sich so zu zeigen? Warum haben sie Angst, das sie dafür kritisiert oder fertig gemacht werden? Glauben wir ernsthaft wenn wir uns anders zeigen als wir wirklich sind, das uns dann die Anderen in Ruhe lassen? Wenn ich mich anders gebe als ich wirklich bin, warum sollte ich mich dann besser fühlen? Fühlen wir uns dann nicht von uns selbst verraten? Ich fände es schrecklich, wenn ich vorgeben müsste, eine andere Version von mir zu sein.

Fakt ist doch, egal wie ich mich auch gebe, es gibt immer Menschen, die das mögen und Menschen die es nervt oder die mich ablehnen. So ist es auch mit meiner Gestalt die ich dann Anstatt meiner Person anbiete. Auch die mag nicht jeder. Wozu dann dieses Versteckspiel? Es wird nie eine Version von mir geben die alle leiden können. Liegt dann wohl doch an uns selbst. Man sieht in den Spiegel und sieht….sich selbst. Und schon geht das kritisieren los. Was nicht alles falsch an einem einzelnen Mensch sein kann. Würden die ganzen Makel behoben, wie würden wir uns dann fühlen? Was würden wir dann im Spiegel erblicken? Naaaaaaaaaaa……..genau, den nächsten Makel. Fehler, wir mögen keine Fehler und schon gar nicht an uns. Aber was sind wir ohne Fehler? Fehler machen wir um daraus zu lernen und nicht um sich zu verstecken. Fehler machen uns Unvollkommen. Ich mache jetzt einen Fehler und eine Minute später bin ich wieder etwas klüger. Habe etwas gelernt. Ich bin damit mehr als ich vor dem Fehler war. Fehler bedeuten weiter Entwicklung. Ok, manche Fehler muss man nicht machen um etwas zu lernen. Man kann auch auf die Erfahrung der Menschen um einen herum hören. Auch etwas das wir nicht mögen. Wir müssen selbst auf´s Maul fallen ist der vorherrschend Glaube. Das ist Mist. Aber nicht aus den Köpfen zu bringen. Fehler stehen nicht, für nicht gut genug sein. Für Makel oder Selbstzweifel. Aber was sieht die Welt darin? Nicht gut im Job, schlecht als Vater, kein guter Freund usw. Wer bestimmt das? Wer sagt uns, das wir etwas nicht gut können? Und wie sieht es mit Denen aus die uns das sagen? Sind die besser? Wer kann alles gut, der hebe jetzt einmal die Hand.

Wir opfern uns selbst auf dem Altar der Perfektion. Hören wir einfach damit auf und lachen wir über uns selbst. Befreien wir uns von der Geisel, ich muss sein wie mein Gegenüber das gerne hätte. Dieses ich bin nicht Gut genug Denken, beinhaltet das wir uns selbst nie leben. Nur gibt es aber kein anderes Leben in uns als das Unsere. So endet alles was wir machen in Fehlern. Da sich Selbst nicht leben, der Fehler an sich ist. So werden wir uns nie Fehlerfrei fühlen und uns immer mehr ablehnen. Was haben wir davon? Nichts, absolut nichts. Wollen wir gesund und selbstbewusst sein, dann müssen wir unsere Vorstellung von Fehlern und Perfektion völlig neu definieren. Ohne Selbstbewusstsein oder mit übersteigerten Selbstbewusstsein, sind wir nichts als Puppen in den Händen der Spieler, die uns leiden sehen wollen zu ihrem ganz persönlichen Vergnügen. Um die eigene Minderwertigkeit verstecken zu können. Wir sollten nie vergessen, dass Jeder der uns irgendwie ein Bein stellen will, etwas in uns sieht, dass er selbst gerne hätte. Diese dumme Spiel läuft immer gleich ab. Du bist nicht gut genug, du machst ständig Fehler. Mit diesem Satz beginnt das Spiel. Dann noch einen Fehler aufzeigen und der Andere beginnt dich zu übertrumpfen. Du bist nicht gut genug. Das verletzt und macht stumm. Aber sind wir wirklich abhängig von der Meinung eines Anderen? Sind wir wirklich von unserer inneren Stimme, du bist nicht gut genug, abhängig? Kann man sich vorstellen, einfach alles zu ignorieren? In den Spiegel zu schauen und zu sagen, “Ich bin besser”. Besser als alles was ich bisher von mir gedacht habe. Besser als alles was mir vorgeworfen wird. Ich bin die beste Version die es von mir gibt und ich liebe diese Version.

Was würde uns noch das Gerede der Anderen interessieren? Wichtig ist allein wie du selbst über dich denkst. Ich persönlich denke lieber von mir, das ich mich super finde. Das ich meine Fehler als Erweiterung sehe, auf dem Weg zum nächsten Fehler. Vollkommenheit, was ist schon Vollkommenheit? Der Tod persönlich. An etwas Vollkommenen kann sich nichts mehr entwickeln. Es hat sein Ende erreicht und kann nur noch Vollkommen in der Ecke stehen. Wer braucht das? Warum sollte ich mir wünschen das Ende von etwas zu sein? Da ziehe ich meine Unvollkommenheit vor. Lebe und feiere sie. Lieber jeden Tag ein Dutzend Fehler, als einen Tag Vollkommenheit. Lieber hundertmal am Tag blöd angeschaut werden, als so zu sein wie Andere es gerne sehen würden. Lieber gemieden, als angepasst an Strukturen, hinter denen ich nicht stehen kann und will. Hört sich das schrecklich, beängstigend für dich an? “Es lebe die Freiheit und ganz besonders die meine”, sagte einmal Jean Gabin. Dem stimme ich “Vollkommen” 🙂 zu. Machen wir uns nicht Gedanken darüber was Andere denken könnten. Machen wir uns Gedanken darüber, was wir denken könnten, wenn wir uns keine Gedanken mehr über die Gedanken der Andere machten. Perfektion, Vollkommenheit ist etwas Gutes, wenn ich den Wunsch verspüre nach ihr zu streben, sie aber nie erreichen möchte.

photo Syaibatul Hamdi auf Pixabay 

BMC Schau dich auf meinem Blog um. Du wirst bestimmt ein paar Dinge finden, die dich interessieren werden. Mein Blog ist das Gegenteil von Statik. Er verändert sich laufend und du kannst daran teilhaben wenn du ihn besuchst. Viel Spaß dabei.

7 thoughts on “Ein Gedanke verändert die Welt

  1. Oh nein – das ist auch beim siebenten Anlauf reine FOLTER – Du weist selber am besten WARUM!
    Verdirb mir jetzt nicht meine GUTE LAUNE – sonst war es das mit BMC und Co………

    Ich wünsche dir eine GUTE NACHT und SCHÖNE TRÄUME!

    • Ich verstehe auch die Angst der Leute nicht so recht. Sich ständig zu verstellen kostet viel zu viel Kraft und beliebter wirst deswegen auch nicht. Die Leute können dich nur so besser benutzen. Daher sagen sie nichts. Denken werden sie deshalb nicht besser über einen. Ganz im Gegenteil. Wenn die Leute merken das du echt bist, egal wie man auch sein mag, fangen sie dich an zu respektieren.

      • Ich glaube, dass es für viele Menschen echt schwierig ist. Sie möchten geliebt werden, das ist der Grund. Angenommen werden. Genau aus diesem Grund haben sie Angst ihr wahres Ich zu zeigen. Es braucht sehr viel Mut dazu. Nicht jeder hat diesen Mut. Ich bin ganz bei dir …wie du weißt auch wir Beide haben unsere eigene Sicht auf die Dinge und haben auch keine Angst davor, das auszusprechen. Mir ist ganz egal, was du über mich denkst, so einfach kann das sein. Mir ist Respekt wichtig und genau das zeigst du mir, wie unterschiedlich (nicht immer) wir auch sein mögen. Wer das zu leben weiß, ist frei!

        • Das setzt voraus das sie sich nicht für Liebenswert halten. Wer hat ihnen das erzählt? Wie kommen sie auf die Idee? Welche Annahme tragen sie in sich, das ihr neues Ich liebenswert wäre, wenn sie nie die Liebe erfahren haben oder annehmen konnten? Was für ein Bildnis leben sie dann? Bestimmt nicht das gewünschte. Warum machen die Menschen sich nicht einfach mal klar; dass all ihre Bemühungen vergebens sind. Man kann nicht für etwas geliebt oder angenommen werden, das man gar nicht ist. Man lebt eine Illusion. Auch sollte dem Letzten langsam klar sein, dass es immer Menschen gibt die einen nicht mögen. Diese Erkenntnis ist uninteressant. Die Erkenntnis das die Dualität sagt, das es daher auch Menschen gibt die dich lieben, asollte man sich einprägen. Es gibt immer einen der dich liebt und er wird dir garantiert über den Weg laufen. Das Gesetz der Anziehung. Statt sich zu verstellen einfach die Augen aufmachen, das Herz öffnen und den Fokus auf das richten was da kommen soll. Ich erwarte von den Menschen nichts. Da es nichts zu erwarten gibt. Jeder ist wie er ist. Wenn es passt, dann passt es und wenn nicht, dann nicht. Da brauche ich mir keine Gedanken drüber zu machen. Das geschieht ohne das ich Einfluss drauf nehmen kann. Worauf ich Einfluss habe bin ich. Ich kann das Leben nehmen wie es kommt oder mir Gedanken darüber machen. Keine dieser Einstellung wird das beeinflussen was kommt aber wenn ich nehme was kommt ohne mir vorher Gedanken darüber zu machen, dann habe ich ein angenehmes Leben.

          • Wer oder was den Menschen, dass implementiert hat, koennen wir wohl nie zu 100 Prozent beantworten… Charakter, Erziehung, Konditionierung, Erfahrungen usw usw…. wie sie dieses Programm wuedee auf Null setzen können, dass kann auch nur jeder individuell entscheiden. Bestehende Verhaltensmuster zu durchbrechen ist einfach sehr sehr schwierig. Vorallem hoert das ja auch nie auf, jeder Tag verlangt immer wieder nach neuen Entscheidungen und die sollten IMMER für uns getroffen werden und nicht, um anderen damit zu imponieren. Alles was ich mache oder unterlasse, dafür trage ich die Verantwortung. Es ist ein schönes Gefühl, wenn andere das auch gut heißen aber meune Entscheidungen mache ich davon nicht abhängig. Manche Menschen begleiten mich ein Leben lang und andere eben nicht. That’s Life… und manche Menschen bewirken in mir in einem Bruchteil einer Sekunde einen Perspektivewechsel. Verwandlung… auch ein spannendes Thema, weil auch das tun wir ein Leben lang….

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