System error

Wie viele Menschen Leben habe ich ber├╝hrt? Wer hat mich ber├╝hrt? Sich in mir verewigt? Ist mir das wichtig? Oder sollte es mir wichtig sein? Wenn habe ich verletzt zur├╝ck gelassen und wer hat mir Schmerz zu gef├╝gt? M├╝ssen wir Menschen uns solche Fragen stellen? Sind sie auf irgendeine Art wichtig f├╝r uns? Diese Fragen. Zumeist weis man nur wer einen selbst verletzt hat. Daran k├Ânnen wir uns gut und sehr lange erinnern. Wen haben wir selbst verletzt? Diese Gedanken m├Âchte man schnell wieder verschwinden lassen. Wozu sind diese Gedanken auch gut? ├ändern k├Ânnen wir es nicht mehr.Der von uns Verletzte hat ein gutes Ged├Ąchtnis f├╝r unsere Taten. Wobei er nicht besser im Umgang sein wird mit seinen Verletzungen, die er Anderen zu gef├╝gt hat. Fehler hei├čt es immer, Fehler die man gemacht hat, aus denen k├Ânnte man lernen. K├Ânnen ja aber macht man das auch? Wenn ich auf eine hei├če Herdplatte gefasst habe, werde ich das nicht noch mal machen. Wenn ich mir beim Motorrad fahren das Bein gebrochen habe, werde ich nicht noch mal Motorrad fahren. Das ist nat├╝rlich nicht wahr. Wenn ich Jemanden verletzt habe, werde ich ihn nicht nochmal verletzen. Ehrlich, werden wir das nicht? Was erkennen wir als Fehler in uns? Eine hei├če Herdplatte ja, einen Sturz nein. Andere verletzen nein? Selbst verletzt werden, ja? Haben wir ├╝berhaupt als Menschheit Richtlinien an die wir uns alle halten? Du sollst nicht t├Âten, nicht Ehe brechen? Auf keinen Fall ist das etwas das uns alle verbindet. Wenn nicht einmal so schwerwiegende Dinge uns heilig sind, was sollte uns dann verbinden? Die hei├če Herdplatte? Kann die Herdplatte wirklich alles sein, was die Menschheit in Punkto Verletzen verbindet? Fasse nicht auf eine hei├če Herdplatte. Das Credo der Menschheit? Es gibt so viele kranke, skrupellose Menschen denen absolut nichts heilig ist. Was haben die guten Menschen ihnen entgegen zu setzen? Was ├╝berhaupt ist ein guter Mensch? Gibt es daf├╝r eine einheitliche Sicht unter uns Menschen? Es gibt wohl eine vage Vorstellung dazu. Weil wir Gut oder Schlecht, mehr oder weniger, genau in diesem Moment definieren. Je nach Situation und Ausgangslage. Stehlen ist schlecht. Jeder dem es finanziell einigerma├čen gut geht wird in diese Richtung denken. Verliert dieser Mensch aber sein Hab und Gut. Hat kein Geld mehr dann ├╝berdenkt er dieses Stehlen. Er hat auch etwas das ihm dieses Umdenken leicht macht. Eine Entschuldigung und Jemanden der Schuld an seiner Misere hat. Stehlen wird dann zur letzten Instanz die 8n Ordnung ist. Da stehlen ein Mittel zum ├╝berleben und damit gut ist. Wenn es ans ├╝berleben geht dann wird unser Gewissen auf tot gestellt. Unser Gewissen. Der Wegweiser durch unser Leben. Gewissen ist wohl, dass das man am ehesten mit Schuldig und nicht Schuldig bezeichnen k├Ânnte.

Eine Ansammlung von Wertvorstellungen die man im Laufe des Lebens als Wahrheiten in sich aufnimmt. Daher hat jeder sein eigenes Gewissen. Seinen eigenen Kompass der sein Handeln bestimmt. Wie k├Ânnten wir da als Menschheit in eine Richtung gehen? Hei├čt das nicht letztendlich, das wir niemals Frieden auf unserem Planeten haben werden? Das es nie friedliche Einigungen zu den Problemen dieser Welt geben wird? Erinnert mich irgendwie an den Turm zu Babel. Oder an die Vertreibung aus dem Paradies. Fehlt nur noch die Apokalypse. Die fehlt allerdings auch nur, weil wir das Menschenwerk noch nicht vollendet haben. Wobei sich mir die Frage stellt, ob der Glaube an sich uns jeden Glauben zerst├Ârt hat? Wenn man seit Ewigkeiten an G├Âtter und Gestalten glaubt die man nie sieht, die es dann auch nicht gibt, wird dann Glaube nicht zu einem Teil in uns der alle Hoffnung zerst├Ârt? Je mehr wir lernen, je mehr wir wissen, um so grausamer werden wir gegeneinander. Verlieren alle Moral, alle Ehre und jedes Gef├╝hl des Zusammenhaltes.Wissen mag Fortschritt bringen aber was n├╝tzt Fortschritt ohne Erkenntnis? Ohne Weitsicht, Moral, Ehre und einen Blick in die Tragweite, was daraus alles entstehen kann? Wir beten Geld an. Wir beten die Wissenschaft an. Wir beten den Fortschritt an, wenn er Geld bringt. Warum beten wir nicht die Menschlichkeit an? Warum beten wir nicht die Freundschaft an? Warum beten wir nicht das Teilen an? Weil wir alle so menschlich sind? Weil wir alle so g├╝tig sind? Sind wir mutig und aufrecht? Hilfsbereit und warmherzig? Geben wir mehr als wir nehmen? Ist Glaube hier nicht so wie er ausgef├╝hrt wird, ein ganz schlechter Ratgeber? Was sehen wir als Menschlich? Gibt es da eine Definition der wir alle zustimmen? Wie sind wir auf uns alleine gestellt und wie reagieren wir im Kollektiv? Sind wir Helden oder Angsthasen? K├Ąmpfen wir nur f├╝r uns selbst oder k├Ąmpfen wir f├╝r die Menschheit? Machen wir beides? Oder nichts von all dem? Lassen wir uns einfach durch Andere leben? Darauf wird es etwa Sieben Milliarden verschiedene Antworten geben.

Keiner denkt die Gedanken des Anderen. Niemand vertritt die Ansicht eines Anderen. Wir schlie├čen uns nur an wenn genug Ber├╝hrungspunkte da sind und wir einen Vorteil f├╝r uns sehen. Ganz egal wie der Vorteil auch aussehen mag. Ganz am Schluss des Denken und F├╝hlen wird der Mensch immer zu sich selbst stehen. Er wird niemals einen anderen Menschen ├╝ber die eigene Person stellen. So ist das Leben und dessen sollten wir uns alle bewusst sein. Ich spreche hier gerade Wort,- W├Ârtlich vom Leben.Es gibt scheinbar Ausnahmen. Eltern, Liebende. Aber wie gesagt. Scheinbar. Auch diese stellen den Partner/in, die Kinder nicht ├╝ber sich selbst. Sie werden als Teil des Selbst empfunden. W├Ąre das nicht so, w├╝rde sich das Elternbild drastisch ver├Ąndern. Wobei es da ja genug Beispiele f├╝r gibt, die dieses als Selbst empfunden negieren. Bei Paaren gibt es das auch aber zumeist zeitlich beschr├Ąnkt und auch nicht bei jedem Paar. Dazu braucht es eine gro├če innere Verbundenheit und zu einem Teil besteht es aus dem Besch├╝tzer Instinkt. Gerade bei M├Ąnnern. Nicht dem un├Ąhnlich, den man Kindern gegen├╝ber hat. Die Natur hat da halt ihre Mechanismen. Ein weiteres wichtiges Thema im Menschen. Die Veranlagung, die wir aus der Natur heraus mitbringen. Diese bestimmen einen Teil unserer Handlungen und beeinflussen unserer aller Denkweisen. Den Drang zum ├ťberleben. Den Drang zur Arterhaltung. Den Drang zum besch├╝tzen. Den Drang zum haben wollen. Den Drang zum Essen und Trinken. Den Drang zum k├Ąmpfen. Elementare Bed├╝rfnisse der Natur und somit der Natur des Menschen. Das hat selbstverst├Ąndlich Auswirkungen auf jeden Einzelnen von uns. Je nach Charakter wird die Auswirkung interpretiert. Wir sind schon ein buntes V├Âlkchen. Mit Auswirkungen die weder berechenbar noch wirklich logisch. F├╝r die Natur logisch, f├╝r uns Menschen ein Ort des ├ťberlebens. Auch wenn man sich der Gefahr zumeist gar nicht mehr bewusst ist. Unser Genom wittert Sie ├╝berall.

photo Helena Lopes, pexels

2 thoughts on “System error

    • Lies es einfach mal aus dem Kontext, wie ist der Mensch ohne das wir ihn sch├Ân reden. Der Text ist ein wenig sprunghaft. Das ging nicht anders sonst w├Ąre er unendlich geworden. Also nicht den Kontext aus den Augen verlieren.

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