Poesie der Künste

Wie kurzweilig diese Situation doch ist. Jeder Blick von mir, spricht mit mir. Erzählt mir eine Geschichte, die es gar nicht gibt. Sie entsteht von ganz alleine in mir. Ihr Wahrheitswert ist unerheblich. Nur die Unterhaltung zählt. Ich höre, lese gern Geschichten. Sie bringen mich von meinem Sessel, an jeden beliebigen Ort, dieser so wunderschönen Welt. Die Welt der Worte, erzählt die Welt da draußen. Als Gedicht, als Geschichte möglicherweise auch als Zitat. Zitate geben meinem Gehirn, meiner Seele Nahrung. Ich grüße euch Geschichten. Die Welt ist voller Geschichten. Ich könnte mich eine Stunde in ein Straßencafé in Passau setzen und schon hätte ich eine Kurzgeschichte. Vielleicht auch nur ein Gedicht? Einen Kaffee genießen und dabei die Menschen beobachten.

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Essen, dahinter verbirgt sich eine andere Geschichte in Prosa. Auch hier klingen manche Worte wie Offenbarungen. Manĝaĵo, zubereitet von einem Maestro der Küche, angerichtet auf einem stilvollen Teller, gleicht einem Gedicht. Das Dessert. Dieses Wort schon eine Wortköstlichkeit in sich, wird durch Worte der Erklärung seines Gleichen, zu einem Epos der Bilder das in Träumen enden. Hippenflammen auf weißer Mousse, kandierten Früchten, an Sauce Karamell. Poesie und Essen eine Komposition aus Tausend und einer Nacht. Dazu passend Musik zur Jahreszeit. Das sind Geschichten die wir mit allen Sinnen, die uns zur Verfügung stehen genießen können. Dichter und Denker, Gelehrte und Künstler habe schon immer eine Umgebung bevorzugt, die sie Inspiriert hat. Ihre Seele verzaubert hat. Ohne diese gäbe es keine Kunst. Keine Geschichtenerzähler und keine Märchensammler. Keine Sinfonien und keine Kreationen aus der Küche. Wir alle wären nur Lehrlinge, ohne die Chance jemals Meister zu werden.

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