Glocken

Wer die Vergangenheit zu vergessen sucht, wird sich selbst verlieren.

BMC

Weithin hört man die Glocken schallen. Sie läuten im gleichmäßigen Rhytmus durch Straßen und Gassen. Jeden Sonntagmorgen erschallen sie. Wecken so Dann und Wann meinen friedlichen Schlaf. So liege ich in meinem weichen Bett und erfreue mich am Nichtstun dieses Tages. Kirchengeläut dringt weiter durch mein sommerlich geöffnetes Fenster. Erinnert mich das es da draußen noch viel mehr gibt, als ich manchmal zu glauben bereit. Der letzte Glockenschlag ist vergangen und gute Christen, die es nicht besser wissen, sind dem Klang der Glocke gefolgt. Ein Pfarrer wird nun seine Worte oder die Gottes an das kleine Völkchen richten. Mahnende Worte, aufbauende Worte, während der Klingelbeutel seine Runde macht. Es kinglet in der Kasse. Der Gedanke erheitert mich.

W√§rme dringt durch das weit ge√∂ffnete Fenster und ein Hauch von Kaffeeduft erreicht meine Nase. Fast h√§tte er mich dazu verleitet das Bett zu verlassen aber der s√ľ√üe Schlaf ist noch nicht wirklich bereit mich zu verlassen. So schlie√üe ich meine Augen um weiter den Tr√§umen der Nacht nachzuh√§ngen. So recht m√∂chte mir das nicht gelingen, da der Kaffeeduft sich in meinem ganzen Zimmer verteilt haben mag. Ich tr√§ume kruz von einer Kaffeekanne, so einer die wir fr√ľher Zuhause hatten. Mit Henkel und buntem Muster. Kirchenglocken erinnern mich zu gewissen Zeiten, an die alten Zeiten. Da sie Damals, wie Heute am Sonntagmorgen aufklingen.

Nur das ich Damals noch jung und voller Tatendrang. Materielle Dinge keinen Wert f√ľr mich hatten, da nur die Freunde und die M√§dchen wichtig waren. Das Treffen, das auch heute Mittag wieder stattfinden w√ľrde, w√§re ich noch jung. Freundschaft eines der wichtigsten Worte egal zu welcher Zeit auch immer. Stimmen, sehr leise dringen an mein Ohr. Ich ermag nicht zu verstehen wor√ľber gesprochen wird aber es klingt vertraut. Wie Stimmen die schon immer da waren. Stimmen am fr√ľhen Sonntagmorgen. Da klangen sie schon immer gel√∂ster, wenn nicht gar freier. Wobei sich die Freiheit in den Stimmen in meiner Kindheit freier angeh√∂rt hatten. Vielleicht t√§usche ich mich auch, auch wenn ich das bezweifeln mag. Nun hat mich der Kaffeduft doch √ľberw√§ltigt und ich setzte mich auf. Wie durch einen magisch bet√∂rtender Zauber setzt mein Verstand aus und ich setze mich in Bewegung Richtung K√ľche. Um meinen Sonntag so zu beginnen, wie er schon immer war.

Photo by Momentmal auf Pixabay 

3 thoughts on “Glocken

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