Twin soul

Gedanken MĂŒhlen gleich formt sich die SchwĂ€rze in mir zu Worten. Gerne wĂŒrde ich sagen, von meiner Seele blĂ€ttern die dĂŒsteren Gedanken, wie die Tapete von einer alten, schimmeligen Wand. Aber die Mauern sind zu frisch und nur so feucht das sich Flecken bilden. Feucht von meinen TrĂ€nen die stetig rinnen und doch nur die Tapeten an den WĂ€nden durchnĂ€ssen. Ich sitze in einem kalten, stinkenden Zimmer und meine unhörbaren Schreie verhallen ohne Echo in diesem leeren Raum. Stille tickt mich an, wie von einer kaputten Uhr erzeugt. Kein Licht erhellt diesen Kerker und kein Ton dringt von Außen in ihn hinein. Da ich nichts fĂŒhle, frage ich mich, bin ich schon tot? Ist der immer herrschende Gestank, der meiner Verwesung? Ich weine nicht mehr in meine Stille, dadurch flutet sich nur der Kerker und ich drohe zu ertrinken. So muss ich wohl noch am Leben sein. Tote ertrinken nicht. Ich habe aufgehört auf Hilfe zu warten. Das war völlig sinnlos, da ich sie stets abgelehnt habe. Es kann niemand meinen Kerker weiß bepinseln solange ich schwarz darĂŒber male. Es ist mir eine Freude schwarz zu sprĂŒhen, wo Andere weiß lachen.

Alleine zu sein ist schön. Schön still, schön einsam, schön tot. So un-lebendig einem Untoten gleich, ist man Nahe all seinem Streben. Ein Streben so eindringlich, so sehnsĂŒchtig in seiner Verheißung. Fast schon ĂŒberirdisch, magisch und kosmisch nach mir greifend. Melancholie singt stĂ€ndig den gleichen Song. Einer Sirene des Odysseus gleich. Mark erschĂŒtternd und von intensiver Kraft. Gerne möchte ich diesem Geschrei folgen. Klingt er doch in meinen Ohren wie Balsam. Wie Verheißung auf ein besseres Leben. Dem wirklich gewĂŒnschten Leben. Das ohne Schmerz und ohne Reue. Einfach still daher kommend. Sanft so friedlich ohne jeden Schatten. Den Durst nach Freiheit stillend.

Photo by https://www.splitshire.com

11 thoughts on “Twin soul

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefÀllt das: