Natürlich geht anders

Der Poet versteht die Natur besser als der wissenschaftliche Kopf.

Novalis

Welches Verhältnis hat der Mensch zur Natur? Lebt er in, mit oder außerhalb der Natur? Ich denke wir leben in der Natur, wähnen uns aber außerhalb dank unserer Fähigkeiten. Wir glauben uns schon lange vom Kreislauf der Natur verabschiedet zu haben. Ist natürlich nur unsere Einbildung. Sehen Natur als Mittel zum Zweck. Wir bedienen uns der Natur. Nehmen ohne zu Geben. Nur nehmen heißt aber zerstören. Angefangen hat das wohl im alten Griechenland. Zur Zeit Platons. Als Sokrates zu seinen Schülern sprach:” Was die Bäume wissen, hat für uns (Menschen) keine Bedeutung mehr.” Das war wohl der Moment als der Mensch sich für die Ratio entschied. Sich über die Natur stellen und damit auch über den Tod. Heute erkennt man wohl den Fehler in dieser Matrix. Der Mensch ist nicht fähig aus der Natur aus zutreten. Schlicht weil er nur ein Teil der Natur, der Evolution ist. Alles was wir sind, alles was wir brauchen, kommt aus der Natur. Erklärt sich von alleine. Ziehe auf den Mond und versuche da zu leben. Wird einem schnell auffallen was fehlt. Was hatte diese Ansicht, der Mensch braucht das Wissen der Bäume nicht mehr, für Konsequenzen für uns? Dazu braucht man sich nur auf diesem Planeten um zusehen.

Was bedeutet es nun in und vor allem mit der Natur zu leben? Dazu könnten wir uns als Baustein der Natur betrachten. Der Natur Baustein Mensch. Einer unter vielen. Aus Sicht der Natur. Stellen wir und dazu die Natur als Wesen vor. Ein lebendiges, atmendes Wesen. Aber welcher Baustein sind wir nun? Sind wir der Baustein Sprache? Sind wir nicht. Jedes Lebewesen verfügt über Sprache. Kommunikation. Evolution, ist das unser Baustein? Nein, die gab es vor uns und wird es auch nach uns geben. Arterhaltung? Erhalten wir uns oder ist es die Natur die uns, uns selbst erhalten läßt? Aus Biologischer Sicht. Intelligenz könnte doch unser Baustein sein. Könnte, ist er aber nicht. Ich könnte jetzt ewig weiter fragen und es käme ewig das Wort Nein als Antwort. Weil wir in der Natur keine Schöpfer sind. Das denken wir nur von uns. Aus der Sicht der Natur sind wir nur der Baustein Mensch. Wir haben aus Sicht des Wesen Natur nur den Stellenwert Baustein Mensch. Wir sind nichts besonderes im Universum. Wir sind nur Teil etwas Besonderen im Universum. Ein Teil des Lebens. Und Leben bedeutet immer, immer Natur und nicht Mensch. Wir denken mit Klonen neues Leben zu schaffen aber wir haben nur Natur aus der bestehenden Natur geschaffen.

Neue Natur schaffen würde heißen aus dem Nichts etwas entstehen zu lassen. Auf dem Mond mit nichts überleben können. Aus uns selbst heraus. Das können wir aber nicht. Wir können nur bestehendes Leben weiter tragen. Ok, bis jetzt tragen wir nur unseren Müll überall hin. Selbst den Mond und den Mars beschmutzen wir schon. Falls diese Reisen tatsächlich satt gefunden haben. Ich bin da eher skeptisch. Darin sind wir gut, im Müll fabrizieren. Der Müll Macher Baustein.Es läuft daraus hinaus das Natur uns nicht braucht. Nein auch nicht zum weiter tragen von Leben. Wenn die Erde eines Tages explodiert, wird das Leben in den Weltraum katapultiert. vielleicht ist das sogar schon geschehen als die Dinosaurier durch einen Kometen Einschlag ausstarben. Leben findet immer einen Weg. Wenn die Natur ein Wesen ist, dann besitzt sie auch Wesenszüge. Wesenszüge wie Fülle, Arterhaltung, Lebendigkeit, Wachstum, Evolution. Sind wir das auch? Aus Sicht der Natur, ist der Mensch wohl ihr neuestes Modell. Noch nicht ausgereift. In Arbeit sozusagen. Unsere Aufgabe scheint es zu sein zu lernen. Natur nicht zu zerstören. Wie sieht uns aber die Natur? Wäre ich das Wesen Natur würde ich anfangen mich zu wehren. Ich würde mir sogar überlegen diese Art auszulöschen. Der Mensch lebt gegen jede Natur. Wo er hin kommt herrscht der Tod und die Zerstörung der Natur.

Wir reifen langsamer als es uns gut tut. Als es der Natur gut tut. Das hat einen Grund. Wir leben nicht mehr in der Natur. So können wir nichts lernen. Nicht wie wir überleben können. Wenn der Mensch sich als Teil, Baustein der Natur sehen würde, welche Veränderungen würde das bringen? Was würde geschehen wenn der Mensch seine ganzen Aktivitäten auf diesem Planeten einstellen würde? Stille einkehren würde. Ruhe. Wir uns umsehen und uns dann in den Reigen der Natur einordnen würden. Damit anfangen Natur in Ruhe zu lassen. Schauen was passiert. Wie das aussehen würde kann ich jetzt nicht sagen. Aber wieder Teil der Natur werden, in einen Dialog eintreten, kann jeder Mal ausprobieren. Natur ist nicht durch den Wald gehen. Natur ist, im Wald leben. Teil des Waldes zu sein wie Reh und Wolf. Auf den Berg zu steigen heißt nicht Berg zu sein. Im Berg, mit dem Berg zu leben bedeutet Berg zu sein. Einen Baum berühren heißt nicht Baum zu sein. Man muss erkennen wie er lebt. Das er Unterschlupf und Nahrung gewährt. Das sein Atem der unsere ist. Das er gibt und das er nimmt. Das er in Symbiose lebt mit der Natur. Ein Baum bedeutet leben, im Leben. In ihm findet Leben statt. Er beherbergt Vögel. Wem gibt deine Wohnung Obdach? Ein Baum ernährt Käfer, Wenn gibst du Nahrung? Ist deine Wohnung eine Lebensader die mehr als dich versorgt? Wächst und gedeiht in ihrer Umgebung das Leben?

Bietet deine Wohnung Ruhezeiten und Besinnung wie der Winter? Bietet sie Lebendigkeit, Fruchtbarkeit und Leben wie der Frühling? Sind wir Natur die verschenkt was sie nur zu geben vermag? Vielleicht sollten wir anfangen uns andere, bessere Fragen zu stellen. Weg von diesem wir schaffen alles Prinzip. Weil wir eben nicht alles schaffen. Das Klima verändert sich im Moment. Die Natur wird sich darauf einstellen. Können wir das auch? Verändern wir unsere Verhaltensweise? Nein, es wird wieder versucht Geld aus einer Veränderung zu generieren. Sind wir wirklich so kurzsichtig, das wir glauben Geld ist unsere Rettung? Der Mensch hat sich darauf eingelassen im Moment zu leben. Die Zukunft als etwas Fernes, nebulöses zu betrachten. Aber Zukunft ist auch schon morgen. Die nächste Sekunde ist für manch Einen schon eine völlig neue Zukunft. Unsere Begrifflichkeiten gaukeln uns ein Leben vor , das es so gar nicht gibt. Es gibt keine Zeit im Universum Leben und somit auch in der Natur nicht. Wir aber unterliegen durch uns selbst einer Zeit. Damit haben wir unsere Sterblichkeit untermauert. Ohne Zeit ist der Tod ein zahnloser Tiger. Wir haben uns gegen die Natur gestellt, im Glauben dadurch den Tod überlisten zu können. Wir glauben mit Mathematik, Physik, Chemie und Biologie das Leben, die Natur erklären zu können. Durch Philosophie, das Leben in ein Frage und Antwort Spiel pressen zu können. Erreicht haben wir damit den Tod als zeitlichen Faktor ins Leben geholt zu haben. Aber dem stellen wir uns nicht. So begreifen wir auch nicht das er ein natürlicher Teil des Lebens ist.

Er gehört wenn es dann schon sein muss, in die mathematische Formel Mensch. Man kann Leben dadurch ohne ihn nicht berechnen. Leben ist Natur und Natur ist das Leben. Das ist die Formel die wir begreifen müssen. Die Bäume interessieren uns nicht mehr ist Arroganz . Geschwätz von Leuten die dachten sie hätten etwas verstanden. Wie können wir uns aber anmaßen, etwas verstanden zu haben, wenn wir nicht Ansatzweise verstehen, wie Natur in sich funktioniert? Wenn wir nicht einmal wissen wie Photosynthese, ein kleiner Teil der Natur, wirklich funktioniert? Wir erforschen die Auswirkungen der Natur ohne zu wissen wie die Mechanismen in ihrem Inneren aufgebaut sind. Nicht die Atome sind wichtig. Die Verbindung die ihnen Leben gibt, das was sie leben läßt sollte man erkennen, bevor man sich daran macht Natur spielen zu wollen. Aber selbst diese Erkenntnis scheint dem Menschen zu hoch. Durch Wissenschaft, Glaube und Philosophie, ist unser Denken zu etwas hochtrabenden geworden. Formeln, tiefsinnige Gedanken und theoretische Theorien verhindern einfache Zusammenhänge zu erkennen. Alles muss eine geheime Formel besitzen. Ohne ein Problem ist nichts wertig. Schwierig muss es sein damit es keiner versteht und man philosophieren kann. Aber Natur hatte einen Anfang und auf diesem Anfang gründet alles. Also liegt das Geheimnis im Anfang. Aber dieses Geheimnis kennen wir nicht. Mit unseren zu Verfügung stehenden Mitteln können wir es nicht ergründen. Das anzunehmen ist der Mensch nicht bereit. So forscht er ohne Kenntnis über das Wichtigste. Das ist so als würde man einem drei Jährigen zwei Stück Schokolade vorlegen und wenn er beide zu sich nimmt, daraus schließen das Schokolade gesund sein muss, sonst hätte er ja nicht beide Stücke gegessen. Wir wissen nicht warum er beide vertilgt hat aber beruhend auf unserer Annahme erklären wir jetzt die Welt. Was wird wohl dabei heraus kommen? Wir haben eindeutig falschen Weg eingeschlagen. Stellt sich die Frage, wann akzeptiert die Menschheit das?

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