Des Glaube Zukunft

Falls Gott die Welt geschaffen hat, war seine Hauptsorge sicher nicht, sie so zu machen, dass wir sie verstehen k√∂nnen.

Albert Einstein

Des Glaube Zukunft

Menschen leben schon seit Urzeiten mit G√∂ttern. Es gab schon so viele davon und alle erwiesen sich als nicht real. Und doch h√§lt der Mensch am Glauben fest. Beizeiten bekommen die G√∂tter neue Namen und sind dann wieder unantastbar. M√ľssen sie auch sein, sonst verschwinden sie ganz schnell wieder. Momentan arbeitet die Katholische Kirche am verschwinden ihres Meisterwerkes. In der heutigen Zeit ist es schon schwierig genug einen Gott am Leben zu halten. Die Menschen haben keine Zeit mehr f√ľr ihren Glauben und G√∂tter an sich sind auch nicht mehr so wirklich ins Weltbild der Aufgekl√§rten passend. Wenn man sich dann als Kirche noch so Realit√§ts fremd, Verbrechen deckend und Geld gierig pr√§sentiert, dann ist es bald vorbei mit dem predigen von der Kanzel. Wobei diese Verwerflichkeiten nicht einmal die Spitze des Eisberges sind. Es ist die Glaubw√ľrdigkeit die unsere Kirche immer mehr verliert. Die Kirche pr√§sentiert uns einen Jesus Christus. Wohl der Mann/Gott der, das Gute an sich darstellt. In der Kirche und √ľberall dort wo es Geh√∂r findet, verk√ľndigen sie sein Wort. Wie sie das Wort gebracht haben lassen wir jetzt lieber mal Au√üen vor.

Wichtig sie verk√ľnden es. Aber leben sie es auch? Sie nennen uns S√ľnder, da sie aber alles selbst Menschen sind, m√ľssen auch sie die S√ľnder sein. Somit vergibt ein S√ľnder dem anderen S√ľnder. Macht nicht viel Sinn. Aber zur√ľck zu der wichtigsten Frage. Lebt die Kirche was sie uns predigen? Wir alle wissen das da nur ein Wort als Antwort in Frage kommt. Nein. Und doch glauben die Menschen. Also ein kleiner Teil der Menschen. Ein gr√∂√üerer Teil glaubt, wenn ein Ungl√ľck √ľber sie herein bricht. Stellt sich doch die Frage, warum glauben Menschen? Oder warum gibt es √ľberhaupt G√∂tter f√ľr Menschen? Mit einiger Sicherheit kann man annehmen das es vor den G√∂ttern den Aberglaube gab. Entstanden aus Furcht und Unwissenheit. Eigentlich eine ganz schlechte Mischung. Eigentlich. Aber wie w√ľrde eine Welt aussehen ohne den Aberglaube? Vor allem warum nennen wir es Aberglaube? Nehmen wir die Hexen. Sie sind Aberglaube. Gibt es nicht. Ok die von der Katholischen Kirche haben da eine andere Meinung. Zwerge, Kobolde, Elfen alles Aberglaube. Engel allerdings die gibt es. Kann mir das Einer mal erkl√§ren?

Khusen Rustamov auf Pixabay 

Nichts von all dem was ich da gerade beschrieben, hat jemals ein Mensch nachweislich gesehen. Nichts. Auch keinen Gott. Wir blicken in den Weltraum, in das Universum und sehen, Steine, gl√ľhende Steine und Schw√§rze, die so kalt und giftig das wir nicht eine Sekunde darin √ľberleben w√ľrden. Und doch leben wir. Auf so einem Steinhaufen, der wahrscheinlich auf einem Schwarzen Loch sitzt. So weit wir ins Universum blicken und h√∂ren k√∂nnen, Nichts. Da sind nur wir Menschen. Ist das nicht irgendwie be√§ngstigend? Ganz alleine auf einem Steinhaufen umgeben von so viel t√∂dlicher Macht. Scheint uns nicht weiter zu interessieren. Warum auch? Dieser Todesstern Sonne wird schon in unserer Kindheit zu etwas besonders liebenswerten gemacht. Die Wolken, die Sterne regen Poeten zu sch√∂nen Worte an. Alles wird verharmlost und zu Sch√∂nheit im Leben verwandelt. Was auch ganz gut so ist. Die Wahrheit bringt nur Angst. Da kommt dann auch schon der Weihnachtsmann und sein Gefolge. So bringt man Kindern den Glauben bei. Die Zahnfee, der Nikolaus, der Osterhase. Zu jedem Christlichen Fest wird gleich eine Gestalt mitgeliefert. Die Zahnfee mal Au√üen vor gelassen.

Aber braucht es diese ganze Gestalten √ľberhaupt? Hat der Mensch nicht tief in sich ein ureigenes Interesse daran, an eine h√∂here Macht zu glauben? Warum leben Menschen schon so lange mit ihrem Glauben? Einem Glauben der durch nichts bewiesen werden kann. Weil sie es wollen. Sie w√ľnschen sich eine Macht die √ľber sie wacht. Die ihnen Gutes verhei√üt und sie in ihren dunkelsten Stunden beh√ľtet. Trotz der lieben Sonne, der romantischen Sterne wissen alle was da drau√üen f√ľr Gefahren lauern. Und der Gedanke vielleicht v√∂llig allein im Universum zu sein, bereitet nicht gerade Freude. Anderen bereitet der Gedanke wir k√∂nnten nicht alleine im Universum sein Angst. Angst schafft Glaube, Angst schafft Aberglaube. Wobei ich es f√ľr l√§cherlich halte in Glaube und Aberglaube zu trennen.

Jeder glaubt an seine Version von einer h√∂heren Macht. Wer hat da ein Recht, zumindest so lange er seine Version nicht beweisen kann, einem Anderen seine Version abzusprechen? Jeder hat das Recht und √ľberhaupt geht es auch keinen etwas an, daran zu glauben, an was er glauben m√∂chte. Womit er seine √Ąngste beruhigt. Worauf er seine Zukunft aufbaut. Und hat man keinen Glauben, dann hat man eben keinen Glauben. Das geht auch keinen Anderen etwas an. K√ľmmern wir uns um uns selbst. Damit haben wir genug Aufgaben f√ľr zwei Leben. Allerdings sollte man seinen Glauben auch f√ľr sich selbst leben. Andere brauchen deinen Glauben nicht, sie haben ihren eigenen. So wie du und du m√∂chtest doch auch nicht das dir da einer dagegen spricht. Glauben kann etwas sch√∂nes sein. Wenn man ihn f√ľr sich selbst lebt oder mit Menschen teilt, die den Glauben miteinander teilen wollen. Wenn man andere Menschen aus diesem Glauben heraus betrachtet, betrachtet nicht verurteilt, dann wird die Welt ein wenig angenehmer. Ein Glaube sollte ja immer eine h√∂here Version der eigene Person sein. Der h√∂heren Macht entgegen streben. Das k√∂nnte (sollte?) bedeuten, das ich den Blick nach oben richte und nicht nach unten auf Andere herab. Entwicklung hei√üt auch in die Zukunft blicken. Aus der Vergangenheit lernen. Besser machen was man zum Besseren ver√§ndern kann. Damit kann jeder bei sich anfangen und bei sich sollte es auch enden. Denn wenn sich Jeder von alleine ver√§ndern kann und mag, dann wird er zu dem was er sein m√∂chte. Dazu braucht er uns nur, wenn er darum bittet.

Wer sich den Frieden auf Erden w√ľnscht, sollte einfach selbst damit anfangen. Ein Vorbild spricht mehr als tausend Worte.

header image by Aaron Burden on unsplash

6 thoughts on “Des Glaube Zukunft

    • Ich denke es geht darum das jeder seine eigene Spiritualit√§t findet und das Spiritualit√§t eine Sache zwischen einem Menschen und seiner h√∂heren Macht ist. Nur wenn man seine eigenen Weg findet u d ihn auch alleine lebt, kann es zu einer Verbindung kommen. Alles andere ist nur eine gro√üe Illusion. Oder besser gesagt ein perfides Gesch√§ft.

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