Gespenster im Kopf

Wir haben ja so allerhand im Kopf. NĂŒtzliche Gedanken, unnĂŒtze Gedanken, Wissen das wir brauchen und Wissen das uns nicht wirklich nĂŒtzlich. TrĂ€ume, Glauben, Visionen und Gespenster.

Geister im Kopf. So bezeichne ich all das Denken, das mein Gehirn fĂŒr mich bereit hĂ€lt. Von dem ich gar nicht weis das ich es besitze. Die Gespenster des Unterbewusstsein. Ich habe sie nicht geschaffen aber mein Unterbewusstsein ist der Annahme, das ich das wohl gerade denken möchte. Aber möchte ich das wirklich? Ich hĂ€tte am liebsten nur schöne Gedanken. Gedanken die mir gefallen aber da haben die Geister zumeist nicht viel zu bieten. Oft ist es sogar anstrengend gute Gedanken zu haben. Warum? Weshalb bin ich nicht immer fröhlich und gut gelaunt? Warum kann mir Wetter die Laune verhageln oder sie positiv beeinflussen?

Welche Macht hat das Unterbewusstsein ĂŒber mich und warum ist dieses Gespenst so neutral bis negativ? Sind meine Erfahrungen derart bitter, das meine Geister nur spuken können? Habe ich da keinen Einfluss drauf? NatĂŒrlich habe ich einen Einfluss auf meine Gedanken. Ich bin sogar der Initiator dieser. Ok, wenn ich der Herr meiner Gedanken bin, warum sind die dann nicht immer positiv? Ich will ja schließlich keine negativen Gedanken. Ich möchte immer glĂŒcklich sein. Hat wohl viel damit zu tun wie ich mich fĂŒhle. Irgendwie fĂ€llt es uns Menschen leichter nicht glĂŒcklich zu sein. Auch bedeutet glĂŒcklich sein zumeist nur eine kurze Zeitspanne. Schlecht fĂŒhlen ist da viel einfacher und dauert auch stets lĂ€nger. Warum ist das so? Weil wir glĂŒcklich sein akzeptieren und unglĂŒcklich sein ablehnen?

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

BeschĂ€ftigen uns Missgeschicke nicht wesentlich lĂ€nger als Erfolge? Peinlichkeit und Blamage nicht lĂ€nger als gut gemacht? Wir haben da Gespenster der Vergangenheit im System. Kindheitsgespenster. Wie die Angst vorm Keller oder das Vorstellen vor der Schulklasse. Wir können uns sogar fremd schĂ€men. Als wĂ€ren die Handlungsweisen und Worte Anderer unsere Eigenen. Sind positive Menschen selbstbewusste Menschen? Haben die nur gute Gedanken? Sicher nicht aber ihre Gedanken sind nicht verhaftet in der Kindheit. Sie sind im Jetzt. Was den Vorteil bringt, sich mit dem Jetzt und nicht mit der Vergangenheit zu beschĂ€ftigen. In der Vergangenheit sitzen unsere Geister. Unsere Schuld,-und SchamgefĂŒhle. Unser hĂ€tten wir doch bloß anders reagiert. WĂ€ren wir nur mutiger gewesen.

Die Vergangenheit können wir nicht Ă€ndern. Das ist jedem klar. Aber wir können unsere Gedankenwelt neu gestalten. Können lernen gute Gedanken zu haben ĂŒber lange ZeitrĂ€ume. Nicht in dem wir unsere Vergangenheit aufarbeiten. In dem wir lernen sie zu ignorieren. Unser Unterbewusstsein reagiert auf unsere GefĂŒhle und auf unsere GefĂŒhle reagieren unser Gedanken. Wenn wir also unser Gedanken verĂ€ndern möchten, mĂŒssen wir lernen unsere GefĂŒhle wahrzunehmen. Reagieren wir selbst nicht auf unser GefĂŒhl, macht das unser Gespenst im Unterbewusstsein. Dann beginnt die negative Gedanken spirale. Das Gelernte. Unsere Gespenster sind nichts weiter als kindheitliche Lernprozesse. Als Erwachsene haben wir keine Angst mehr vor dem Keller. Zumindest die Meisten von uns. Wir haben gelernt, das da nichts ist wovor wir uns fĂŒrchten mĂŒssen.

Wenn wir nun lernen, das es nichts gibt wofĂŒr wir uns schĂ€men oder verstecken mĂŒssen, dann befreit uns das von unseren Gespenstern. Dazu mĂŒssen wir aber kurz innehalten und uns fragen, warum wir uns gerade schĂ€men oder warum wir uns am liebsten verstecken möchten? Warum wir vor dieser Situation Angst haben oder warum wir schon wieder wĂŒtend werden? Das fĂŒttert unser Unterbewusstsein mit neuen Gedankenmodellen. Sie ersetzen StĂŒck fĂŒr StĂŒck die alten Modelle. Unsere GefĂŒhlswelt wird sich dadurch verĂ€ndern. Sie wird positiver. Wird unsere GefĂŒhlswelt positiver reagiert unser Unterbewusstsein weniger und anders. Dadurch bekommt unser Bewusstsein mehr Spielraum. Es kann Situationen bewerten ohne das unser Unterbewusstsein alarmiert wird, da unsere GefĂŒhle kein Alarm schlagen.

Bild von pixel2013 auf Pixabay

GefĂŒhle ruhig, Unterbewusstsein ruhig, wir können positive Gedanken haben.Jetzt können wir anfangen uns mit positiven Dingen zu beschĂ€ftigen. Auch das brauchen wir wollen wir dauerhaft Positiv sein. Schöne Dinge betrachten. Wohlklingende Worte lesen. Angenehme GesprĂ€che suchen und fĂŒhren. Sich selbst und seine Mitmenschen loben und positiv betrachten. Das eigene Umfeld und die eigene Wohnung wohlfĂŒhlmĂ€ĂŸig gestalten. Auch mal zwischen durch Klassische Musik hören. Ein Vivaldi Konzert an einem FrĂŒhlings-morgen im Bett, versetzt den ganzen Menschen, in eine Ekstase der VerzĂŒckung. Den Tag kann dann nichts zerstören.KreativitĂ€t leben und die Intuition kehrt zurĂŒck. Jetzt ist das Leben, jetzt sind die Gedanken glĂŒcklich. Positiv sein heißt glĂŒcklich sein. Meditation oder Ähnliches ist dabei sehr hilfreich. Hilfreich positiv und damit glĂŒcklich zu bleiben.

Such dir deinen meditativen Kick. Werde zum GlĂŒcklich sein Sucher. Werde zum Optimist. Werde selbst zu deinem eigenen GlĂŒckshormon. Hormone steuern unser GefĂŒhle. Wo ein positives Hormon arbeitet hat ein Negatives keinen Platz. Dieses beherrscht unser Körper und unser Gehirn nicht. Wir können nur P oder N sein aber nicht beides zur gleichen Zeit. Wir haben die Wahl.

Bild von Susanne Jutzeler, suju fotografie auf Pixabay

header: Bild von Goran Horvat auf Pixabay

13 thoughts on “Gespenster im Kopf

  1. Hallo Robert.
    Ist es nicht so dass meine Gedanken meine GefĂŒhle steuern, anstatt anders herum?
    Wenn ich stÀndig an etwas trauriges denke, werde ich auch traurig.
    Wenn ich mich dann fröhlichen Dingen zuwende und davon abgelenkt werde, erzeugt es positive GefĂŒhle.
    Oder denke ich da falsch?
    LG, Nati

    • Ich denke, dass die meisten Menschen so denken wie du. Weil wir unseren GefĂŒhlen fast keine Beachtung schenken. Wir leben die Emotion aber das GefĂŒhl dahinter ist nicht relevant fĂŒr uns. Selbst wenn man ĂŒber die banalsten Dinge nachdenkt, haben die immer mit unseren GefĂŒhlen zu tun. Warum denkst du an etwa Trauriges? Warum denkst du an etwas Fröhliches? Warum bist du traurig oder fröhlich? Wegen deinen Gedanken? Gedanken sind weder traurig noch fröhlich. Das ist unser GefĂŒhl. Wir haben nur Worte die wir als fröhlich oder traurig bezeichnen. Ohne unser GefĂŒhl wĂ€ren diese Worte, traurig oder fröhlich ohne jede Bedeutung in uns. Daher grĂŒndet unsere innere Welt auf GefĂŒhlen und nicht auf Worten.

      • Da muss ich dir recht geben.
        Wir verbinden jedes Wort mit einem GefĂŒhl.
        Wenn mir jemand z.B. von Klein auf das Wort ‘traurig’ mit etwas ‘schönen’ verbindet, wĂŒrde ich es auch so fĂŒhlen, auch wenn es völlig falsch ist. Ja, klingt logisch.
        Komisch dass ich so falsch dachte, da ich als sensibler Mensch doch arg meine GefĂŒhle wahrnehme.

      • Ich habe auch nichts gegen Wissenschaft. Nur wenn Gesellschaften, Wissenschaft als Lebensgrundlage verkauft. Wissenschaft lebt nicht von GefĂŒhlen. Wissenschaft ist Ergebnis orientiert. Geld orientiert.

          • Wie gesagt ich habe nichts gegen Wissenschaft. Sie hat nur nicht als Vorbild einer Gesellschaft zu dienen. Was dabei heraus kommt. Sieh dich um. Menschen sind nur noch Werkzeuge und werden als solche Behandelt. Jeder ist ersetzbar. Somit keine WertschĂ€tzung mehr. Das zieht sich durch die Gesellschaft und dir h das Leben in der Gesellschaft. Das ist keinesfalls erstrebenswert.

        • Das ist noch schwieriger, da die Gesellschaft zu viele Vorgaben parat hat, die mit dem wirklichen Mensch sein, nichts gemein haben. Es sind erdachte Konstrukte wie Mensch angeblich sein sollte. Alles was wir wissen ist auf irgendwelchen Theorien aufgebaut, die sich irgendwelche Menschen, irgendwann erdacht haben. Die wurden dann so hingedreht, das sie elitĂ€ren Gruppen zum Vorteil gereichen. Was es wirklich bedeutet ein Mensch zu sein ist daher keinem bekannt. Wir leben nur eine Art und Weise was Mensch sein kann.

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