Gedanken Experiment

Jeder, der die Dokumentation “Eine √ľbersch√§tzte Spezies” ( Link ) gesehen hat, wird jetzt wohl etwas anders √ľber den Menschen denken. Manchen wird es aber schon immer bewusst gewesen sein, das wir nicht die Krone der Sch√∂pfung sein k√∂nnen. Eine Frage ist mir beim ansehen der Dokumentation sofort gekommen. Wie kann man so Intelligent sein und gleichzeitig derma√üen naiv? ?

Eine Antwort darauf habe ich nicht aber ein kleines Gedanken Experiment dazu. Was wäre wenn?

Es ist erwiesen das unsere Eltern eine tragende Rolle f√ľr unser Gehirn spielen. Unser Gehirn beobachtet alles was unsere Eltern machen. Alles wird registriert und abgespeichert. Unsere ganze Kindheit ist daher fest in unserem Gehirn verankert. Die Vorgaben sind also klar definiert. Aber wir hatten ein Kinder Gehirn. Es wusste nichts. Es lernt. Es lernt durch Interpretation. Es hat ja keine eigenen Erfahrungswerte. Irgendwann durchl√§uft das Gehirn die Pubert√§t und danach sind wir erwachsen. Und jetzt beginnt das Gedanken Experiment.

Was w√§re wenn wir gar nicht Erwachsen w√ľrden? Wenn wir Kinder blieben die Erwachsen sein spielen? Klingt albern? Ja, mit Sicherheit. Aber wenn man sich das Verhalten der Menschen anschaut, dann kann man unsicher werden. Hattet ihr nicht selbst schon √∂fters das Gef√ľhl, wie ein Kind auf die Ein oder andere Situation reagiert zu haben? Bockig, trotzig und v√∂llig ohne Verst√§ndnis f√ľr die Situation? Verletzt und voller Wut, weil man nicht bekommen hat, was man sich doch verdient hatte? Bei der Bef√∂rderung √ľbergangen. Das falsche Geschenk. Die fehlenden Worte des Dankes.

Hat sich das wirklich Erwachsen angef√ľhlt? Sich ausgeschlossen gef√ľhlt von einer Gruppe oder einem Menschen. Rache Gedanken. Du liebst mich nicht, dann liebe ich dich auch nicht. V√∂llig uneinsichtig wider aller Vernunft. Das Kind sein in uns tobt und will mit Baukl√∂tzchen um sich schmei√üen. H√∂rt sich jetzt niedlich an aber wenn eine “Kanzlerin” das macht, weil sie glaubt mit Eimerchen und Sch√§ufelchen im Sandkasten zu sitzen, dann ist das √§u√üerst gef√§hrlich. Du gibst mir das Eimerchen nicht zur√ľck, dann haue ich dir mit dem Sch√§ufelchen auf den Kopf. Nur das Eimerchen die Menschen sind und Sch√§ufelchen die Waffe.

Was ist wenn wir den Frust aus der Kindheit ins Erwachsenenleben tragen? Wenn wir mit den Verletzlichkeiten der Kindheit auf Rache aus sind? Es aber selbst gar nicht wissen. Werden wir tats√§chlich von vern√ľnftigen Erwachsenen regiert oder von verletzten Kleinkindern, die nie wirklich Erwachsen wurden? Woran erkennt man das? An ihren Handlungen? Was sagen den Therapeuten zu f√ľhrenden Politikern? W√§re doch mal eine Interessante Frage? Nur Kinder bekommen es fertig eine Gefahr zu sehen und sie nicht zu erkennen. Wir Erwachsene doch nicht.

W√§re das so, dann w√ľrden wir alle sofort aufstehen und alle Regierungen dieser Welt st√ľrzten oder die Regierungen sich selbst. Oder sieht der Erwachsene es und es ist ihm egal? Kinder k√∂nnen erst ab einem gewissen alter Verantwortung in einem gewissen Ma√ü √ľbernehmen. Wie ist es mit der Verantwortung der Erwachsenen? Jeder der ein Kind hat, m√ľsste doch daf√ľr sorgen, das es eine Zukunft hat, in der es noch ohne Todes√§ngste leben kann. Oder reicht es uns wenn wir sie gro√ügezogen haben und dann nach uns die Sintflut? Wie erkl√§ren wir dieses gleichg√ľltige Verhalten?

Da wir gerade bei Verantwortung sind. Ich habe mich geirrt als ich vor kurzem schrieb, wir Menschen w√§ren verantwortlich, dass das Leben √ľberlebt. Sind wir nicht. Wir sind nur daf√ľr verantwortlich, das unsere Art √ľberlebt. Das Leben selbst braucht uns nicht.

Glauben wir das eine Mama oder ein Papa kommt, uns in den Arm nimmt und sagt: “Mach dir nichts draus. Ist nicht so schlimm, wir suchen uns jetzt eine neue Welt.” Was sagt unser Gehirn zu all dem? Begreift so ein Gehirn tats√§chlich diese Gefahr? Oder spielt es da immer Kind sein. Was ich ignoriere ist auch nicht da. Ich habe Angst, da verschwinde ich unter meiner Bettdecke. Dass verstehe ich nicht, ist aber lustig. Ist unser Gehirn wirklich so Erwachsen wie wir annehmen? Vor allem ist jedes Gehirn Erwachsen? Werden aus b√∂sen Kindern, b√∂se Erwachsene? Aus angepassten Kindern, abh√§ngige Erwachsene? Aus lieben Kindern, gehorsame Erwachsene? Wenn ja, was sagt das √ľber unser Gehirn aus? Was sagt das √ľber die Theorie von Kind sein und Erwachsen werden aus? Wir wissen so gut wie nichts √ľber die Funktionsweise des Gehirns, aber wir stellen Theorien auf und leben damit als w√§ren es Wahrheiten. Wie viel Kind ist in jedem Erwachsenen und wie wirkt sich das auf die Menschheit aus? Vielleicht sollten wir mal anfangen das zu untersuchen. Sollten aber das m√∂chte keiner. Alles soll so bleiben wie es ist. Aber nichts bleibt wie es ist. Weil es schon immer Menschen gab, die dies erkannten und dementsprechend handelten. Und es sind nie die guten Menschen, denn das sind die naiven Menschen. Die die noch im Kinderzimmer sitzen und auf Mamis Liebe und auf Papis Schimpfe warten. Deutschland geht gerade den Bach runter und die Naiven br√ľllen laut nur weiter Mama, nur weiter Papa. Wir folgen euch. Hauptsache wir k√∂nnen folgen. Wohin egal. Sind doch Papi und Mami. Armes Deutschland, die Naiven sind nach 80 Jahren wieder im Land.

header. unsplash. NeONBRAND

7 thoughts on “Gedanken Experiment

  1. Gr√ľ√ü dich Hanne
    Da muss man Prinzipiell unterscheiden.Kinder nehmen alles auf was ihre Eltern ihnen vorleben. Das hei√üt nicht das sie werden wie ihre Eltern. Aber die Kindheit ist abgespeichert in uns. Auf sie wird immer zugegriffen. Da nur das in unserem Gehirn ist. Welche Entscheidungen die sp√§teren Erwachsenen daraus herbeif√ľhren, kann man nicht vorher sagen. Und doch erkennt man dann irgendwann Dinge von sich selbst oder dem Partner/in in den Kindern. Kann ja auch nicht anders sein. Nur weil ein Kind einen anderen Weg als die Eltern begeht, hei√üt das nicht mit Sicherheit, dass das Kind anders denken w√ľrde oder nicht Ansichten von den Eltern √ľbernommen h√§tte. Man muss auch wissen das unser Gehirn Dinge die es erf√§hrt ja nicht einfach √ľbernimmt. Es interpretiert Informationen von Au√üen, in die eigene Welt hinein. Nur absolute Sachen werden direkt √ľbernommen. Wie Farben oder Dinge wie Auto, Schrank usw. Alles was keine solche feste Werte hat, wird eigenst√§ndig vom Hirn interpretiert. Daher k√∂nnen Kinder v√∂llig unterschiedlich zu den Eltern agieren aber die Kindheitsinformationen sitzen trotzdem das ganze Leben lang in ihnen.
    Lg Robert ūüôā

  2. Kommt wohl auch drauf an, wie und was man daraus macht denke ich. Vor allem aber muss man damit rechnen und sich nicht davor scheuen, immer wieder dabei auch gegen hoch gezogene Wände zu laufen, was mitunter ziemlich schmerzhaft werden kann.

  3. Danke f√ľr den Denkansto√ü. So habe ich es noch nicht betrachtet. Dabei ist es naheliegend. Der Mensch ist als Art nicht so ausgereift, wie wir gerne denken.

    Die Besonderheit: Durch sein Handeln setzt sich der Mensch selbst auf die Liste der bedrohten Tierarten. Der Welt wird es egal sein. Ein gescheitertes Projekt der Evolution mehr oder weniger macht keinen Unterschied.

    Das Video werde ich mal auf meine Liste setzen.

    • Wenn man den Menschen unabh√§ngig alles Wissen betrachtet, dann muten viele Verhaltensweisen doch recht merkw√ľrdig an. Vielleicht brauchen wir mal einen andern Blickwinkel auf uns als Menschheit.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: