Die Hexenfeuer werden heute Nacht wieder brennen, Hexen auf ihren Besen aus dem Nichts in Thale erscheinen und deren Einwohner sich hinter dunklen Türen verstecken. Angst und Schrecken sich Richtung Blogsberg bewegen. Der Brocken wartet kalt und finster. Wehe dem der sich heute Nacht dort hin verirren mag. Wehe ihm. Der Höllenfürst wartet.

Die Wurzeln der Walpurgisnacht liegen in vorchristlicher Zeit. Germanische Ursprünge haben Legenden geschaffen. Die im Harz lebenden Menschen feierten diesen Tag mit Opfern die erbracht wurden, um das Ende des Winters und die Hochzeit des Gottes Wotan zu würdigen, in einer Art Frühlingsfest. Böse Geister wurden vertrieben durch Masken, Feuer und Lärm. Ob dies auf dem Brocken auch Blogsberg genannt (Harz ) geschah ist nicht gesichert. Viele geheimnisvolle Mythen und Geschichten ranken um diesen düsteren Berg. Später wurde daraus ein Christliches Fest. Deutlich zu erkennen ist aber bis heute, dass die Walpurgisnacht, alles andere als Christlich ist. Die Walpurgisnacht wird am Vorabend des Namenstages, der heiligen Walburga zelebriert. Sie selbst steht aber in keinerlei Zusammenhang mit Hexen und dem Teufel. Durch die Heiligsprechung ihrer Person, an einem 1. Mai, wurde die Verbindung zur heutigen Walpurgisnacht hergestellt.

Der gruseligen Sage nach, versammeln sich zur Walpurgisnacht die Hexen auf dem Hexentanzplatz bei Thale, um von dort aus auf Besen und Mistgabeln gemeinsam zum Brocken zu fliegen. An diesem sagenumwobenen Ort findet das Hexenfest, die Walpurgisnacht statt. Dort tanzen der Sage nach, alle Hexen in einem Kreis, mit dem Rücken zueinander um das Hexenfeuer. Danach küssen sie dem Teufel den Hintern. Worauf sie mit dem Teufel vermählt werden. Im Austausch erhalten sie das Hexen Mal und damit ihre magischen Kräfte.

Wichtig dabei ist die sogenannte Hexensalbe. Zutaten wie z.B. Mutterkorn, Misteln, Bilsenkraut, Johanniskraut, Stechapfel, Tollkirsche, Schierling und ähnliche Nachtschattengewächsen wurden ihr bei gemischt. Bevor die Hexen los flogen, rieben sie sich und ihre Besen damit ein. Die Salbe bewirkte einen heftigen Rauschzustand. Dieser wird auch für die sexuelle Phantasie zuständig gewesen sein.. Unter ihrem Einfluss kam es wohl zu den Erlebnisberichten über Orgien mit dem Teufel. In Thale am Hexentanzplatz wurde das Originalrezept der Salbe wieder gefunden. Ein geplanter Verkauf an die Touristen kam aber nie Zustande. Grund hierfür sind die Gesetze in Deutschland. Danach müsste die Salbe als Rauschgift verkauft werden und das ist nicht legal. Noch heute sollen die Hexen am Brocken ihr Unwesen treiben. Augenzeugen soll es keine geben aber bis heute halten sich Gerüchte, über Feuer in der Nacht zum 1 Mai auf dem Blogsberg. Vielleicht werde ich mich mal dahin begeben und selbst nach dem Feuer Ausschau halten. Wer weiß schon was es da zu sehen gibt?

Heute Nacht fliegen sie wieder Richtung Brocken und feiern ihr wildes Fest. Wenn man die Sage ernst nimmt. Also liebe Frauen achtet heute Abend besonders auf eure Besen. Wenn ihr die ein oder anderen Bewegung am Besen erkennen könnt oder es in der Besenkammer zu seltsamen Geräuschen kommt, dann nicht nachschauen sonst könntet ihr in Thale landen und von dort aus Richtung Brocken reisen. Falls doch Jemand auf dem Besen endet, bitte einen Artikel auf WordPress veröffentlichen. Danke. 🙂 🙂

zur Einstimmung

Ich selbst habe schon ein paar HEXEN (heutiger Standard mit Auto) kennenlernen dürfen. Sehr interessante Wesen. Mit einem schier unendlichen Wissen über Kräuter, Salben und viele andere Mixturen. Das ist aber nicht allein das faszinierende an diesen Wesen. Man kann förmlich in ihre Aura eintreten. Wissen und Weisheit gepaart mit einer Selbstsicherheit, die echt beeindrucken ist. Sie selbst bezeichnen sich als weiße Hexen, was aber nicht bedeutet, das sie nichts von den schwarzen Künsten verstehen würden. Ich denke, dass der Name meines Blog, der mir Abends in einem Wäldchen kam, mir nicht zufällig in den Sinn fuhr. Bis heute bin ich fasziniert von diesen Wesen.

Wicca Secret

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Jessica Furtney image 3. Tiffany Kämme

11 thoughts on “Wal·pur·gis·nacht

  1. Ich hatte angenommen, dass du selbst in dieser Richtung unterwegs bist. Oder zumindest, dass das “Secret” für dich nicht mehr geheim ist.
    Schade, wenn ich mich geirrt haben sollte, aber nichts für ungut.
    Liebe Grüße
    Christiane

    • Naja ist ja nicht so als würde ich mich auf dem Gebiet gar nicht auskennen. Aber halt nicht mein wirkliches Anliegen. Ich hatte es als Kind schon mit den Indianern. Von daher war es kein weiter Weg zu den Schamanen.

      • Die Definition liegt auch nicht am Inhalt, eher welche Richtung. Du musst dich da schon auf eine festlegen, wenn du irgendwann den Schamanismus in seiner Gänze erkennen möchtest.

        • Das ist überall so. Man fängt damit an, sich selbst und seine Interessen zu erkennen, stellt fest, dass man nichts, aber auch gar nichts weiß und bewegt sich dann in eine Richtung. Erst mal.
          Und vor Allem: man tut.
          Die Engländer sprechen von “armchair magicians”, Ohrensessel-Magiern, ich stelle mir vor, dass es davon auch einige Schamanen gibt (also Leute, die nur Bücher lesen, aber im Grunde null praktisches Wissen haben, um es zu übersetzen).

          • Schamanen die nur Bücher lesen. Das ist lustig. Ich kann kein Schamane sein wenn ich nur Bücher lese. Schamanismus lebt vom Leben des Selben. Ohne dieses gibt es ihn nicht. Die Erfahrung alleine macht dich zum Schamanen, da du nur durch sie Schamanismus leben kannst. Das geht nicht durch Bücher. Da kannst du dir nur theoretisches Wissen anlegen. Wäre so als würde ich alles über mein zukünftiges Auto lesen und dann die Führerschein Prüfung Praxis machen wollen, aufgrund des gelesene. Das funktioniert nicht.

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